«Alle Mitarbeiter sollten Mitaktionäre sein

Nachgefragt

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Das Nordostschweizer Unternehmer Forum, kurz Nosuf, ist ein Zusammenschluss von vielen kleinen und mittleren Unternehmen. Jeweils am ersten Donnerstag im Monat veranstaltet Nosuf zu Wirtschaftsthemen sogenannte Wissenslunches. Morgen findet im Primestay Hotel Frauenfeld ein Lunch zum Thema «Wie viel Lohn ist (noch) gut?» statt. Michele Imobersteg ist der Präsident von Nosuf.

Michele Imobersteg, was ist das Ziel von Nosuf?

Nosuf hat drei Säulen. Die erste ist das Kontaktknüpfen zwischen den verschiedenen Mitgliedern und somit Vernetzung der Unternehmen. Die zweite Säule ist der Austausch von Wissen und Informationen zwischen den Unternehmen, welcher einmal monatlich bei unseren Wissenslunches stattfindet. Die dritte ist der gegenseitige Austausch zwischen den Unternehmen. Wir schauen sehr darauf, dass wir möglichst viele verschiedene Unternehmen aus der Produktion und dem Dienstleistungsgeschäft in unseren Reihen haben, damit möglichst viele Themen im Unternehmen untereinander besprochen werden können.

Woher kam die Idee für die monatlichen Wissens­lunches?

Die Idee entstand aus einem Bedürfnis heraus, sich über Tabuthemen in den KMU unterhalten zu können. Es gibt viele Aspekte, die aus politischen oder sozialen Gründen nie diskutiert werden, für eine Unternehmung aber wichtig sind.

Was wird am morgigen ­Wissenslunch besprochen?

Die Debatte wird sich um das Lohnmodell der Zukunft drehen. Die Frage dabei ist, ob ein fester Lohn, wie heutzutage ­üblich, ­angemessen ist, oder ob jeder Arbeitnehmer flexibel, je ­nachdem wie viel er in die Firma einbringt, mehr oder weniger Lohn erhalten soll. Jeder Mitarbeiter wäre dann eine Art Mitaktionär.

Welche Wissenslunches sind noch geplant?

Im November wird das Thema die Digitalisierung in KMU sein. Im Dezember geht es um «un­verschämt» hohe Ziele, die das Unternehmen fürs neue Jahr fassen sollte, und im Januar geht es dann um Kriminalität im Unternehmen. (chr)