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Alle Dienste sollen unter ein Dach

Der Gemeinderat und die Schulbehörde von Sirnach möchten ein Haus der Jugend realisieren. Vertreter der Kinder- und Jugendangebote im Dorf finden das Projekt sinnvoll, sehen aber auch Konfliktpotenzial.
Philipp Haag
In der Runde: Unter der Moderation von Gemeindeammann Kurt Baumann diskutieren die Workshop-Teilnehmer, ob der Jugendtreff und die Spielgruppe im gleichen Gebäude sein sollen oder nicht. (Bild: Nana do Carmo)

In der Runde: Unter der Moderation von Gemeindeammann Kurt Baumann diskutieren die Workshop-Teilnehmer, ob der Jugendtreff und die Spielgruppe im gleichen Gebäude sein sollen oder nicht. (Bild: Nana do Carmo)

SIRNACH. Der Handlungsbedarf für ein Haus der Jugend, eines, wie es dem Gemeinderat und der Schulbehörde von Sirnach vorschwebt, ist nicht nur vorhanden, der Handlungsbedarf ist dringend und gross. Dies kam an einer Entwicklungskonferenz vom Donnerstagabend klar zum Ausdruck. Wie unsere Zeitung bereits berichtete, wollen die beiden Behörden eine Liegenschaft kaufen oder mieten, um darin zwecks Nutzung von Synergien die im Bereich der Jugend tätigen Dienste unterzubringen. Gemeint sind der Jugendtreff Teenie-Talk, die Spielgruppe Müsliburg, die Mütter-/Väterberatungsstelle, der Mittagstisch und die Randzeitenbetreuung für Schülerinnen und Schüler. Optionen sind, sollte der Platz ausreichen, die Schulsozialarbeit, die Bibliothek, die Ludothek, ein Partyraum für die Jugendlichen.

Ein Kabelbrand im Obermatt

Während der Jugendtreff, die Spielgruppe und die Väter-/Mütterberatung bald aus dem baufälligen Gebäude Obermatt – bei der Müsliburg gab es im letzten Jahr einen Wasserdurchbruch und einen Kabelbrand, bei der Mütter-/Väterberatung bröckelt der Putz ab – ausziehen müssen, zügelt die Tagesschule im Sommer 2013 von der Egg nach Sirnach. Aus diesem Grund suchen Gemeinderat und Schulbehörde nach einem Standort für diese Jugendangebote.

Und diese unter einem Dach zu vereinen, macht Sinn, war die Quintessenz des Workshop-Abends. Dennoch, die Teilnehmerinnen und Teilnehmer, neben Vertretern der involvierten Organisationen auch solche der Kirchen, der Politischen Parteien, des Tageselternvereins oder des Clubs junger Familien, sehen auch Konfliktpotenzial, vor allem zwischen der Spielgruppe und dem Jugendtreff. Während die einen eine Durchmischung der Alterskategorien begrüssen, ist für andere der Altersunterschied zu gross. Reibungspunkte machten Teilnehmer auch bei der Nutzung des Aussengeländes aus. Wie kann verhindert werden, dass die Jugendlichen die Spielgeräte der Kinder zerstören?

Ausserdem muss gewährleistet sein, dass auf dem Spielplatz sowie im Umfeld des Gebäudes, in dem ein striktes Rauch-, Alkohol- und Drogenverbot herrschen soll, keine Zigarettenstummel herumliegen. Wenn der Jugendtreff im Haus der Jugend untergebracht wird, dann in eigenen Räumen und mit separatem Eingang, «damit sich die Jugendlichen von den Kindern und Erwachsenen abgrenzen können», wie es eine Teilnehmerin ausdrückte. Darum fasste die Projektgruppe mit Gemeindeammann Kurt Baumann an der Spitze quasi den Auftrag zu prüfen, ob es überhaupt Sinn macht, die Spielgruppe und den Jugendtreff unter einem Dach unterzubringen. Ein anderer Teilnehmer sieht jedoch für den Jugendtreff die Chance, «sein Image aufzubessern». Angegangen werden muss auch die Lärmproblematik. Diese stellt sich aber eher bei der Suche nach einer Liegenschaft, vor allem mit den Nachbarn der ins Auge gefassten Häuser. Vorschläge für Liegenschaften sind etliche genannt worden (siehe Kasten).

Wer trägt die Verantwortung?

Um Überraschungen zu vermeiden, forderte ein Teilnehmer eine Verträglichkeits- und Verfügbarkeitsprüfung. Entscheidende Grundsatzfragen, die ausserdem noch geklärt werden müssen: Wie sieht die Finanzierung aus? Wer bezahlt wie viel? Wer trägt die Verantwortung? Baumann hofft, den Stimmberechtigten im November einen Kredit oder zumindest einen Planungskredit vorlegen zu können.

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