Aktiv im Thurgau: Veloland überholt Skateland

Das Skaten ist etwas aus der Mode gekommen. Thurgau Tourismus ändert deshalb sein Programm. Der bisherige Skating-Führer wird durch eine Erlebniskarte ersetzt. Es ist eine kombinierte Karte. Die Nutzer erhalten sowohl Informationen über Wanderwege als auch über Routen zum Velofahren und zum Skaten.

Inge Staub
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Velofahrer und Skater auf der See-Route bei Egnach. (Bild: Reto Martin)

Velofahrer und Skater auf der See-Route bei Egnach. (Bild: Reto Martin)

FRAUENFELD. Der Thurgau ist ein Skater-Paradies. Mit 144 Kilometern Skating-Routen überrollt der Kanton so manch andere Region. Dennoch verzichtet Thurgau Tourismus künftig auf die Broschüre «Skatingland Thurgau». Der Prospekt, in dem die vier Teilstrecken River-, Lake-, Apple- und Country-Skate beschrieben sind, wird aus dem Programm genommen. Denn Skaten ist nicht mehr so gefragt. «Das Skaten geht zurück. Es kommt etwas aus der Mode», sagt Adrian Braunwalder von Thurgau Tourismus.

Beliebter als Skaten sei heute das Velofahren. Auf den Sommer hin gibt Thurgau Tourismus deshalb neu eine Erlebniskarte heraus. Das ist eine kombinierte Karte, die über Wege zum Wandern, Velofahren und auch zum Skaten informiert. Denn ganz abwenden vom Skaten will sich Thurgau Tourismus nicht. «An schönen Sonntagen sind die Skating-Routen sehr gut besucht», hebt Braunwalder hervor. Diese würden vor allem von Skatern aus der Ostschweiz genutzt.

Nur noch wenige Kurse

Dass Skaten nicht mehr im Trend ist, bestätigt auch Peter Decurtins. Hielt der Inhaber einer Sportschule früher in Frauenfeld ein Dutzend Skate-Kurse im Jahr ab, so sind es heute noch drei. Auch der Monday-Night-Skate von Kreuzlingen nach Konstanz ist eingeschlafen.

Doch wer im Thurgau Skaten möchte, findet auch weiterhin die nötigen Informationen auf www.thurgau-bodensee. Auf der Internetseite «www.skatingland.ch werden die nationalen und regionalen Routen vorgestellt. Aus dem Thurgau ist der Bodensee-Skate enthalten. Dieser ist an zwei nationale Routen angeschlossen, an den Rhein- und an den Mittelland-Skate.

Belag unbefriedigend

Auf der genannten Internetseite finden sich auch Reiseberichte. Einer fällt kritisch aus. Der Skater, der in Landquart startete, wechselte in Romanshorn auf den Mittelland-Skate. Der Student rollte über Weinfelden nach Frauenfeld. Er bemängelt: «Im Gegensatz zu der schönen Strecke am Rhein und am Bodensee ist es aber auf den ewig langen Feldwegen sehr monoton und der Belag lässt zu wünschen übrig.» Er brach seine Reise auf Skates deshalb in Frauenfeld ab.

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