Aktionäre stimmen Neubau zu

Dem 33,4-Millionen-Projekt der Säntis-Schwebebahn AG steht nichts mehr im Wege: Die Aktionäre haben am Montagabend einer Verdoppelung des Aktienkapitals deutlich zugestimmt. Die Zeichnungsfrist läuft bis zum 25. Januar.

Martina Brassel
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Das Hotel mit 52 Zimmern, Wellness- und Tagungsbereich kostet rund 15 Millionen Franken, der Ersatzbau für Gastronomie und Shop weitere rund 18 Millionen. (Bild: Architron)

Das Hotel mit 52 Zimmern, Wellness- und Tagungsbereich kostet rund 15 Millionen Franken, der Ersatzbau für Gastronomie und Shop weitere rund 18 Millionen. (Bild: Architron)

HERISAU. 580 Aktionäre haben sich am Montagabend im Sportzentrum zu einer ausserordentlichen Generalversammlung eingefunden, um über eine Kapitalerhöhung und damit die Zukunft des Berghotels Schwägalp zu entscheiden. Dieses soll durch einen Neubau ersetzt werden. Dazu sind Investitionen in Höhe von 33,4 Millionen Franken notwendig. 19,2 Millionen Franken davon sollen über eine Erhöhung des Aktienkapitals bereitgestellt werden, der Rest über Bankdarlehen.

Angebot verbessern

«Wir wollen mit dem Projekt Schwägalp das, worin wir in den letzten Jahren stark geworden sind – nämlich ein umfassendes Dienstleistungsangebot zu gewährleisten –, weiter stärken, verbessern, erweitern und auf die Zukunft ausrichten», so Hans Höhener, Verwaltungsratspräsident der Säntis Schwebebahn AG. Vor der Abstimmung meldeten sich einige Aktionäre zu Wort. Einer warnte davor, in der jetzigen, schwierigen wirtschaftlichen Situation derartige Investitionen zu tätigen und wies darauf hin, dass die Aktien aufgrund der Verdoppelung des Aktienkapitals auf einen Schlag an Wert verlieren würden. Ein anderer Aktionär erklärte, dem Neubau fehle der «Wow»-Effekt, ein weiterer wollte wissen, ob das budgetierte Kostendach eingehalten werden könne. Höhener nahm die Einwände entgegen und versicherte, die Budgetvorgaben würden eingehalten.

Ein deutliches Ja

Trotz dieser kritischen Voten fiel die schriftlich durchgeführte Abstimmung deutlich aus: Knapp 80 Prozent der Aktionäre stimmten einer Verdoppelung des Aktienkapitals zu. Diese erfolgt in zwei Schritten: 13 Millionen Franken Eigenkapital sollen mit der ordentlichen Kapitalerhöhung und der Ausgabe von maximal 24 000 voll liberierten Namensaktien beschafft werden. Die Zeichnungsfrist läuft bis zum 25. Januar.

In einem zweiten Schritt hat der Verwaltungsrat die Kompetenz, innerhalb der nächsten zwei Jahre eine genehmigte Kapitalerhöhung von weiteren 12 000 voll liberierten Namensaktien durchzuführen. Zu dieser haben die Aktionäre in einer zweiten Abstimmung ebenfalls Ja gesagt. Alle Aktien mit einem Nennwert von 50 Franken werden zu einem Ausgabepreis von 1000 Franken angeboten.

Eine umfassende Renovation des bisherigen Berghotels hätte zwischen 15 und 16 Millionen Franken gekostet. (Bild: Martina Basista)

Eine umfassende Renovation des bisherigen Berghotels hätte zwischen 15 und 16 Millionen Franken gekostet. (Bild: Martina Basista)