Afghanische Rapperin bietet Bräute zum Kauf an

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Gespräche im Cinema-Luna-Foyer: Katharina Portmann (rechts) von der Solidaritätsgruppe Frauenfeld und eine Kinogängerin. (Bild: Isabelle Schwander)

Gespräche im Cinema-Luna-Foyer: Katharina Portmann (rechts) von der Solidaritätsgruppe Frauenfeld und eine Kinogängerin. (Bild: Isabelle Schwander)

Frauenfeld Das Cinema Luna und die Freiwilligen des Solidaritätsnetzes für Menschen aus dem Asylbereich und Einheimische schenkten den überwiegend afghanischen Kontakttreff-Besuchern vergangenen Samstag eine Vorführung des Dokufilms «Sonita». Die Protagonistin Sonita Alizadeh, eine 21-jährige afghanische Rapperin und Menschenrechtsaktivistin, sensibilisiert darin für die Thematik der Zwangsverheiratung. Ihr zwar plakatives, aber aufrüttelndes Video «Brides for sale» (Bräute zu verkaufen) fand auf Youtube weltweite Beachtung. Helferinnen des Solidaritätsnetzes sind mit Migrantinnen aus dem islamischen Kulturkreis im direkten Kontakt und werden immer wieder hautnah mit der Thematik der Zwangsverheiratung konfrontiert. Die Auseinandersetzung damit erfordert Einiges an Fingerspitzengefühl. Zwangsehen sind in der Schweiz auch bei Frauenhäusern, Behörden, Schulen, Jugendtreffs und Lehrbetrieben ein Thema oder werden zunehmend als solches erkannt. Bund, Kantone und Gemeinden haben die Notwendigkeit erkannt, aktiv dagegen vorzugehen, und unternehmen inzwischen erste Schritte hin zu Prävention, Unterstützung und Schutz. (is)

Kontakttreff Solinetz Frauenfeld: jeden Donnerstag, 18.30 bis 21.30 Uhr in den Räumen der evangelisch-methodistischen Kirche am Altweg 15. www.facebook.com/Solinetz-Frauenfeld