ACS will Politiker wachrütteln

bottighofen. Der ACS Thurgau will sich auch in Zukunft für die Rechte der Automobilisten einsetzen. Übermässige Tempokontrollen als Finanzquelle sollen bekämpft werden.

Mario Tosato
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In seiner ersten Präsidialansprache wies Christof Roell auf die Schuldzuweisung der Umweltschützer in Sachen Klimawandel an die Adresse der Immobilienwirtschaft und der Automobilisten hin. Nach Ansicht der Politik hätten alle Schuld am Klimawandel, besonders aber jene, die mit dem Auto fahren. Anlässlich der Konferenz des Automobilweltverbandes habe der Unternehmer Nicolas Hayek seine neuen Projekte mit Wasser getriebenen Motoren vorgestellt, welche die Zuhörerschaft verblüfften. Auf die Frage, was er von der Politik erwarte, habe Hayek geantwortet: «Ich erwarte nicht viel in dieser Richtung, die Politik soll uns aber in Ruhe arbeiten lassen.» Der ACS Thurgau wünsche sich die grösstmögliche Freiheit in Sachen Mobilität bei grösstmöglicher Sicherheit für alle Beteiligten. «Wir drängen auf die Einhaltung notwendiger Gesetze und wollen im Weiteren in Ruhe gelassen werden. Prävention und Aufklärung, anstatt mit Laserpistolen scharf zu schiessen», sagte Roell.

Zweckgebunden einsetzen

Die Gönnervereinigung ACS mobil habe mit ihren provokativen Auftritten für viel Gesprächsstoff gesorgt, erklärte Christian Erni, Präsident von ACS mobil. Um die Politiker wach zu rütteln, sei eine fünfköpfige ACS-Verkehrskommission gebildet worden. Automobilisten sollen nicht weiter kriminalisiert werden. Als Mitglied der Verkehrskommission habe alt-Kantonsrat Heinz Wendel eine Interpellation eingereicht, die unter anderem verlange, dass die Bussgeldeinnahmen offengelegt würden. Die Bussgelder sollen zudem zweckgebunden eingesetzt werden. Geschwindigkeitskontrollen sollen vor allem an Strassen mit grossem Gefahrenpotenzial vorgenommen werden. Die Antwort sei in diesen Tagen eingetroffen und werde nun von der ACS-Verkehrskommission eingehend studiert. Um die Interessen der Automobilisten auch in Zukunft wirksam zu vertreten, sei ACS mobil auf zusätzliche Gönner angewiesen, bekräftigte Erni.

Neue Vorstandsmitglieder

Madlaina Franziscus, Ressort Presse und Marketing, Rechtsanwalt Thomas Leu, Ressort Politik, und Andreas Straehl, Ressort Publikum und Veranstaltungen, wurden neu in den Vorstand gewählt. ACS-Geschäftsführer Christof Papadopoulos konnte über die erfreuliche Entwicklung bei den Mitgliederzahlen berichten. Zählte der ACS Thurgau im Jahr 2000 noch 3782 Mitglieder, sind es aktuell 4356.

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