Achtung, fertig, alter Zopf adieu

Seit 55 Jahren gibt es in Frauenfeld einen Sporttag für die Mittelstufe. Aus diesem Anlass haben die Lehrerinnen Esther Beck und Gabi Schultz den «alten Herrn» etwas aufgefrischt: Nebst der traditionellen Leichtathletik gab es gestern sieben sportliche Ateliers.

Luisa Aeberhard
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Zum Start des Sporttags heisst es Aufwärmen. (Bild: Luisa Aeberhard)

Zum Start des Sporttags heisst es Aufwärmen. (Bild: Luisa Aeberhard)

FRAUENFELD. Gestern vormittag auf der kleinen Allmend: 470 Mittelstufenschüler und 30 Hilfskräfte besammeln sich für den 55. Mittelstufensporttag. Nach der Rede von Esther Beck, OK-Mitglied und Sportlehrerin, sagt der Schulpräsident Andreas Wirth: «Der Mittelstufen-Sporttag ist jedes Jahr ein Höhepunkt. Fragt einmal eure Grosseltern, ob sie sich noch daran erinnern können, die haben das gewiss auch miterlebt.»

Ein Teil ist spielerisch

Dann heisst Beck die Schüler «Ab auf die Füsse und los geht es zum Aufwärmen.» Gabi Schultz, Mittelstufenlehrerin und Esther Beck begannen mit den Organisationen vor einem Jahr. «Den Anlass nur zu zweit zu organisieren, beanspruchte viel Zeit», sagt Beck.

«Wir wollten den Sporttag, einen alten Herrn, etwas umgestalten.» Darum gibt es neu nicht mehr einfach Ballspiele wie etwa Tchoukball, sondern sieben Ateliers zu den Themen Fussball, Velofahren, Zumba, Schwingen, Kung fu, Streetdance und Badminton. Die Ateliers sollen das Spielerische abdecken.

Der zweite Teil ist sportlich

«Der Sporttag soll aber nicht nur zum <Pläuschle> sein», betont Beck. Darum machen die Schüler, wie gehabt, im zweiten Teil Leichtathletik. Anstrengung und Leistung seien bei diesem Anlass immer noch wichtig, sagt Beck. Fussball wird zwar wie letztes Jahr noch angeboten, aber im Vordergrund steht nicht mehr der Sieg, sondern die Technik.

Die Schüler wählten drei Ateliers, nach Vorlieben geordnet. «Die Vorlieben versuchten wir so gut als möglich zu berücksichtigen», sagt Beck. Mit Umfragen in den Klassen sammelten sie die sportlichen Interessen der Schüler. «Die sieben Ateliers decken die Wünsche grösstmöglich ab.» «Die externen Anbieter bekommen kein Geld, aber ein kleines Präsent.» Kampfsportlehrer Ralph Dinkel sagt: «Ich möchte die Bekanntheit unseres Verbands fördern und kann beim Sporttag dafür werben.»

Zum Ausklang geben die «Street dancers» eine Tanzvorführung. Die Pendelstafette sei aber das Highlight, findet Beck. Acht Schüler pro Klasse rennen bei der Stafette mit.

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