Acht Millionen für Bahnhof

STEIN AM RHEIN. Stein am Rhein will den eigenen Bahnhof auf Vordermann bringen und hat die SBB ins Boot geholt. Vor allem eine grössere Unterführung mit Rampen ist geplant.

Gudrun Enders
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So stellen sich Stadt und Bahn den aufgewerteten Steiner Bahnhof vor, samt hindernisfreiem Zugang zu den Bushaltestellen. (Bild: pd/SBB)

So stellen sich Stadt und Bahn den aufgewerteten Steiner Bahnhof vor, samt hindernisfreiem Zugang zu den Bushaltestellen. (Bild: pd/SBB)

Der neue Takt macht es möglich. Denn voraussichtlich im Jahr 2018 soll die Seelinie um eine Viertelstunde gedreht verkehren, so dass dann in Stein die S 29 nach Winterthur auf Gleis 2 fährt. Danach kann die Verlängerung von Gleis 1 im Bahnhof abgebrochen werden. Es entsteht Raum für eine grössere Unterführung samt Rampe.

Die SBB müssen ihre Bahnhöfe aber erst bis 2023 behindertengerecht gestalten. Der in Stein am Rhein stand nicht weit vorne auf der Liste, weil die Perrons auf den Gleisen 2 und 3 schon so hoch sind, dass etwa Rollstuhlfahrer in den Zug rollen können. Allerdings führen im Bahnhof nur Treppen zu den Perrons, die Unterführung hat keine Rampen. Die SBB plant nun, dieses Manko schon bald durch eine neue Unterführung mit Rampen und breiteren Treppen zu verbessern, weil die Stadt signalisierte, beträchtlich in den Bahnhof zu investieren. Denn die Unterführung verbindet auch zwei Stadtteile.

Die SBB wird dann auch gleich das bestehende WC-Gebäude abreissen und durch ein behindertengerechtes ersetzen. Wird das Projekt so umgesetzt, investieren die SBB 2,7 Millionen Franken in den Steiner Bahnhof.

Stadt ist für Bushof zuständig

Die Stadt ihrerseits will vier Millionen an das Projekt zahlen. Zudem wird auch den Bushof hindernisfrei gestaltet. Dazu braucht es weitere Rampen und neue, angeschrägte Haltestellen, bei denen man hindernisfrei in den Bus rollen kann. Vor dem Bahnhof plant die Stadt eine Begegnungszone auszuweisen mit Tempo 20 und Vortritt für Fussgänger. Auch die Velo-Abstellplätze sollen neu angeordnet werden. Die auf der Südseite müssen verschoben und ergänzt werden. Dort hat es dann Platz für 90 Velos, auf der Seite des Bahnhofgebäudes werden Plätze für 140 Velos an der neuen Rampe installiert. Die alten am Bushof kommen weg. Die Mietvelos zügeln zum Park-und-Ride-Areal, so dass es mehr Autoparkplätze vor dem Bahnhof gibt.

Fahrplan für die Abstimmungen

Am Mittwochabend informierte der Steiner Stadtrat, allen voran Stadtpräsidentin Claudia Eimer, über die Pläne. Abstimmen über den Kredit von 4,77 Mio. wird der Einwohnerrat am 20. Juni, der Souverän Ende September. Läuft alles glatt, wird ab 2016 gebaut und im Sommer des darauf folgenden Jahres die neue Unterführung schon genutzt.

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