Abzockervorwurf gegen Spitze der SVA St. Gallen

ST. GALLEN. Der St. Galler Anwalt Adrian Rüesch, unter anderem Verwaltungsratspräsident der St. Galler Tagblatt AG, ist seit Sommer 2012 Präsident der Verwaltungskommission der Sozialversicherungsanstalt St. Gallen. Für diesen Posten hat er im vergangenen Jahr 54 600 Franken bezogen, wie die St.

Merken
Drucken
Teilen

ST. GALLEN. Der St. Galler Anwalt Adrian Rüesch, unter anderem Verwaltungsratspräsident der St. Galler Tagblatt AG, ist seit Sommer 2012 Präsident der Verwaltungskommission der Sozialversicherungsanstalt St. Gallen. Für diesen Posten hat er im vergangenen Jahr 54 600 Franken bezogen, wie die St. Galler Regierung in ihrer Antwort auf eine Interpellation von SP und Grünen schreibt. Dies entspricht knapp dem vierfachen Lohn seiner Vorgängerin Kathrin Hilber.

Zurück gingen hingegen die Vergütungen für die anderen Mitglieder der Verwaltungskommission. Und zwar von 60 209 auf 48 250 Franken. Aufs Jahr würde Rüesch so zwischen 450 000 und 480 000 Franken brutto verdienen, rechnen SP und Grüne vor. Adrian Rüesch versteht die Empörung der SP über seine Entlöhnung nicht. «Man kann die heutige Entlöhnung nicht mit der früheren vergleichen», sagt er. Vor seinem Amtsantritt sei das Präsidium eine zusätzliche Aufgabe der Vertreterin des Departements für Inneres gewesen und eben dementsprechend entlöhnt worden.

Rückendeckung bekommt Rüesch von der St. Galler Regierung. «Die Entlöhnung des Präsidenten ist absolut gerechtfertigt», sagte die stellvertretende Leiterin des Departements für Inneres, Judith Widmer, gegenüber «20 Minuten». (red.)