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Abwasserreinigungsanlagen werden saniert

FRAUENFELD. Wenn der Anteil des gereinigten Abwassers im Fliessgewässer grösser als zehn Prozent ist, wird in den nächsten 20 Jahren saniert. Im Thurgau betrifft dies vor allem Abwasserreinigungsanlagen (ARA) an Lützelmurg, Murg und Aach. Im Frühling liegt eine Studie vor, welche ARA saniert werden und mit welcher Technik.
Caspar Hesse
Auch die ARA Münchwilen ist eine Sanierungskandidatin. (Archivbild: Nana do Carmo)

Auch die ARA Münchwilen ist eine Sanierungskandidatin. (Archivbild: Nana do Carmo)

Im Kanton Thurgau werden in den nächsten Jahren für den Ausbau von Abwasserreinigungsanlagen (ARA) für die Spurenstoffelimination Kosten von 11 bis 14 Millionen Franken anfallen. Dies schreibt die Subkommission DBU (Departement für Bau und Umwelt) der Geschäftsprüfungs- und Finanzkommission (GFK) in ihrem Bericht zum Budget 2014 und zum Finanzplan 2015–2017.

Gemäss Beat Baumgartner, stellvertretender Leiter des Amts für Umwelt und designierter Amtsleiter ab Mai 2014, entstehen dem Kanton dadurch jedoch keine Kosten. Im Unterschied zum Bund leiste der Kanton keine Beiträge an die Investitionskosten für die ARA-Ausbauten. Geplant sei vielmehr, dass ein bundesweiter Fonds eingerichtet wird, in den alle an eine ARA angeschlossenen Einwohner maximal neun Franken einzahlen werden. Mit Hilfe dieses Fonds würde der Bund 75 Prozent der notwendigen Investitionskosten abgelten. Die restlichen Investitions- und jährlichen Folgekosten müssten über die Abwassergebühren finanziert werden.

100 von 700 ARA betroffen

Von den schweizweit 700 ARA müssten gemäss den Vorgaben des Bundes circa 100 ARA mit einer weiteren Reinigungsstufe ausgebaut werden. Vom Ausbau betroffen werden einerseits grosse ARA ab 80 000 angeschlossenen Einwohnern und solche ab 8000 Einwohnern, wenn ihr Abwasser in kleine Fliessgewässer eingeleitet wird. Weitere Spezialfälle sind möglich.

Mit Hilfe dieser Ausbauten soll einerseits die Gesamtfracht der Spurenstoffe (zum Beispiel Medikamente und andere schwer abbaubare Stoffe aus dem Siedlungsgebiet) reduziert und anderseits die Wasserqualität in den Fliessgewässern mit grossem Abwasseranteil verbessert werden. Gemäss Beat Baumgartner stehen heute zwei Behandlungsverfahren zur Verfügung, die Behandlung mit Aktivkohle oder die Ozonbehandlung.

Fondsbeiträge bis zur Sanierung

Es ist vorgesehen, dass ARA, die mit einer zusätzlichen Reinigungsstufe ausgebaut werden, nach deren Ausbau keine Beiträge in den Bundesfonds mehr leisten müssen. Damit soll verhindert werden, dass die Einwohner von ausgebauten ARA zweimal zur Kasse gebeten werden. Einwohner, die im Einzugsgebiet einer ARA liegen, die vom Ausbau nicht betroffen sind, müssen so lange in den Fonds einzahlen, bis das Sanierungsziel des Bundes erreicht ist, nämlich der Ausbau von circa 100 ARA.

Das revidierte Gewässerschutzgesetz beziehungsweise die Gewässerschutzverordnung, in denen die Vorgaben für die ARA-Sanierungen festgelegt werden, soll 2015 in Kraft treten, sagt Baumgartner. Die Sanierungsfrist nach Inkrafttreten wird 20 Jahre betragen.

Im Thurgau laufen Abklärungen, welche ARA von einem Ausbau betroffen sein könnten. Relevant sind im Thurgau ARA, bei denen der Anteil des gereinigten Abwassers im Fliessgewässer grösser als zehn Prozent ist. Betroffen sind hier vor allem die ARA an der Lützelmurg (Aadorf), an der Murg (Münchwilen, Matzingen, Frauenfeld) und an der Aach (Aachtal). Ob alle ARA ausgebaut werden müssen und welche Reinigungstechnik (Aktivkohle oder Ozon) zur Anwendung gelangen soll, wird mit Hilfe einer Studie abgeklärt. Diese wird im Frühling vorliegen.

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