Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Konto per E-Mail erhalten.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

ABSTIMMUNG: «Die Jungen werden über den Tisch gezogen»

Das bürgerliche Komitee «Ja zur Rentenreform» sieht grossen Handlungsbedarf und wirft den Gegnern der Vorlage vor, die jungen Stimmberechtigten mit falschen Argumenten zu ködern.
Paul Rutishauser, Hanspeter Heeb, Elisabeth Rickenbach, Jürg Schuhmacher und Christian Lohr. (Bild: Kurt Peter)

Paul Rutishauser, Hanspeter Heeb, Elisabeth Rickenbach, Jürg Schuhmacher und Christian Lohr. (Bild: Kurt Peter)

CVP-Nationalrat Christian Lohr machte an der gestrigen Medienkonferenz des Komitees deutlich, dass «das Projekt nicht scheitern darf und es bei der Vorlage um eine wichtige und zwingende Reform geht». Das System habe sich bewährt und die geplante Senkung des Umwandlungssatzes sei zwingend nötig, «um eine Katastrophe zu verhindern».

Eine andere Lösung zu finden wäre schwierig

GLP-Kantonsrat Hanspeter Heeb (Romanshorn) warf den Gegnern der Reform Spekulation vor. Seit 20 Jahren seien alle Reformversuche gescheitert. Es werde deshalb schwierig sein, eine andere mehrheitsfähige Lösung zu finden, «wenn jetzt nicht ein erster Schritt in Richtung Sicherung der Finanzen erfolgt». Für ihn ist klar: «Jede andere Lösung wird teurer.» EVP-Kantonsrätin Elisabeth Rickenbach (Thundorf) verteidigte die Vorlage auch damit, das der sinkende Umwandlungssatz «den Jungen zuallererst mit der Generationengerechtigkeit hilft». BDP-Präsident Jürg Schuhmacher zeigte sich überzeugt: «Die Jungen werden vom Nein-Komitee über den Tisch gezogen.» Je weiter die Reform hin­ausgeschoben werde, um so teurer werde sie – auch für die Jungen. Eigentlich wüssten alle, dass die AHV schon immer so funktioniert habe, dass die jüngere, arbeitstätige Generation mit ihren Beiträgen die Renten der Pensionierten finanziere. «Wenn gegen Ende der 2020er-Jahre die Reserven aufgebraucht sind, wären die Jungen von heute gleich doppelt bestraft: Sie hätten zwar immer einbezahlt, würden aber nichts mehr bekommen.»

Reform für eine moderne Vorsorge

Paul Rutishauser, Präsident der CVP Thurgau, ging in seinem Votum auf den Wandel durch die Digitalisierung ein. In einer solchen Arbeitswelt sei eine gesicherte Altersvorsorge nötig. «Mit einem doppelten Ja erreichen wir einen Schritt in die richtige Richtung für eine Altersvorsorge in einer modernen, flexiblen Arbeitswelt», betonte er. Über die Rentenreform, die aus zwei Vorlagen besteht, wird am 24. September abgestimmt. Christian Lohr appellierte abschliessend an die Solidarität. «Es geht nicht um die Reform der AHV, sondern um die Reform der Altersvorsorge. Die Jungen setzen sich mit diesem Thema leider zu wenig auseinander.» Genau diese Vorlage habe die Generationengerechtigkeit als grosses Ziel.

Kurt Peter

thurgau@thurgauerzeitung.ch

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.