ABSCHLUSSKLASSEN: Soziale Kompetenzen und Selbstständigkeit erarbeiten

Vertiefungsarbeiten mit den Themen Minergie, Essgewohnheiten und ­Sehbehinderung wurden am Bildungszentrum Arbon ausgezeichnet.

Fritz Heinze
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Die Autoren der drei ausgezeichneten Arbeiten. (Bild: Fritz Heinze)

Die Autoren der drei ausgezeichneten Arbeiten. (Bild: Fritz Heinze)

Fritz Heinze

thurgau@thurgauerzeitung.ch

Basierend auf den Zielen der Stiftung Jugendförderung Thurgau wurden vergangenen Freitag und Dienstag im Bildungszentrum Arbon (BZA) die besten Umsetzungen bei den Projekten der Vertiefungsarbeiten der Lehrberufe Detailhandel und Technische Berufe prämiert. In seiner Ansprache wies Bernhard Friedrich, der Vertreter der Stiftung, darauf hin, dass es das Ziel sei, die Jugendlichen bei dem, was sie später im Alltag erwartet, zu unterstützen. Ganz gezielt sollen die Selbstbestimmung, die Lernkompetenz und die Sozialkompetenz gefördert werden.

Als Zuschauer und Zuhörer in der Aula des BZA füllten Auszubildende des zweiten und dritten Lehrjahres die Stuhlreihen. Schulleiter Felix Lengwiler ermahnte sie zu erhöhter Aufmerksamkeit, denn im kommenden Jahr soll jemand aus ihren Reihen eine prämierte Arbeit präsentieren können. In kurzer Form erhielten die Anwesenden Einblick in die Arbeiten und die Vorgehensweise der Ausgezeichneten bei der Erarbeitung der wichtigen Aspekte ihrer Themen.

Arbeit über Essverhalten mit Selbstversuch

Alle Auszubildenden konnten auch als Aussenstehende vom Wissen der Gruppen profitieren, ob beim Krankheitsbild von Achromatopsie, einer Augenkrankheit, oder beim aktuellen Essverhalten, dessen Untersuch noch mit Selbstversuchen der drei Auszubildenden ergänzt wurde. Dies mit unterschiedlichsten Ernährungskonzepten und mit einem gegenseitigen Bekochen. Oder auch bei der dritten Semesterarbeit, die sich dem Bauen im Minergiestandard widmete. Ein Thema, das künftig bestimmt eine hohe Aktualität geniessen wird. Bereits während der zehnminütigen Präsentation von Autor Joel Reinhart konnten die Anwesenden profitieren.

Zur Umsetzung der Vertiefungsarbeit gehörten auch die Weitergabe der gemachten Erfahrungen und Vorgehensweisen. Diesbezüglich liessen die Sieger des Wettbewerbs nichts anbrennen. An guten Ratschlägen, um den jetzt Erfolgreichen im kommenden Jahr nachzueifern, fehlte es nicht.

Die Prämierung der besten Vertiefungsarbeit der drei Klassen der Detailhandelsassistenten erfolgte am vergangenen Freitag. Mit der Arbeit «Hühnerhaltung auf dem Hof Sunneblick» bot Katrin Iten aus Neukirch an der Thur den Gästen einen Einblick in die Hühnerhaltung. Bestechend erarbeitet und präsentiert schaffte sie mit dem landwirtschaftlichen Thema den Sieg. Auch hier mangelt es nicht an Aktualität. Sie verglich unter anderem die IP-Produktion mit der Bioproduktion und zeigte auch die Entwicklung der Hühnerhaltung in der Schweiz auf.