ABSCHLUSS: Geduld und sonniges Gemüt

116 Frauen und 11 Männer schlossen ihr Bachelorstudium an der Pädagogischen Hochschule Thurgau erfolgreich ab. Léa Baumgärtner und Nadja Hugentobler wurden mit dem Förderpreis ausgezeichnet.

Margrith Pfister-Kübler
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Walter Hugentobler übergab Léa Baumgärtner (links) und Nadja Hugentobler den Förderpreis. (Bild: Margrith Pfister-Kübler)

Walter Hugentobler übergab Léa Baumgärtner (links) und Nadja Hugentobler den Förderpreis. (Bild: Margrith Pfister-Kübler)

Margrith Pfister-Kübler

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@thurgauerzeitung.ch

Die Stimmung an der Diplomfeier am Samstagnachmittag im Kulturzentrum Dreispitz sprühte vor Lebensfreude. Das PHTG-Ensemble, unter Leitung von Regina Irmann, spielte «Jamaica ­Farewell» über «Island in the sun» bis «Jump in the Line» und versetzte das Publikum mit seinen Klängen in die Karibik. «Es ist keine coole Party, aber ein heisses Fest. Wir dürfen sie gut vorbereitet ins Leben entlassen», so Priska Sieber, Rektorin der Pädagogischen Hochschule Thurgau (PHTG), in ihrer Begrüssungsrede. Auch Regierungsrätin Monika Knill und weitere Prominenz aus Bildung und Politik nahmen an der Feier teil.

Der Lehrberuf braucht eine Portion Optimismus

Mit «Kreuzlingen fare well. Jump in the Line», begann Josef Brägger, Sekundarlehrer und Hochschulratsmitglied der PHTG, seine Fest-Diplomrede. Er blendete auf den Schulalltag und seine Erfahrung: «Diversität ist die einzige Konstante im Schulalltag», und zitierte aus der Studie «10 Jahre mit dem PHTG-Lehrdiplom». Brägger ist auch nach 34 Jahren im Lehrberuf davon überzeugt, etwas bewegen zu können und dass Lehrer ein Traumberuf ist. Allerdings brauche es dazu eine grosse Portion Optimismus und wörtlich: «Ohne sonniges Gemüt geht es nicht.» Er ermutigte zu Geduld, Gelassenheit und Echtheit. «Bleiben sie kritisch, mutig und optimistisch.» Sabrina Wolfer, Absolventin aus dem Studiengang Vorschulstufe, richtete ihre kurze Ansprache an ihre Mitabsolventinnen und Absolventen: «Diese Diplome sind ein Grund zum Jubeln.» Der Saal bebte vor Applaus und Jubel.

Matthias Begemann, Prorektor Lehre, und die Mentorinnen und Mentoren der Studiengänge überreichten den 127 künftigen Kindergärtnerinnen und Primarlehrpersonen ihr Lehrdiplom. Auf der Primarstufe erhielten 81 Frauen und 11 Männer ihre Bachelor-Urkunde; auf der Vorschulstufe wurden 35 Frauen diplomiert. Vom Studiengang Primarstufe hatten zwei Wochen vor den Sommerferien 84 Prozent eine Anstellung mit einem Pensum von 80 bis 100 Stellenprozent gefunden. 55 Prozent der Berufseinsteigerinnen und Berufseinsteiger haben eine Stelle im Thurgau und 39 Prozent verteilen sich auf die Nachbarkantone Zürich, St. Gallen und Schaffhausen. Von denjenigen, die keine Stelle als Lehrperson antreten, setzen elf ihr Studium fort oder nehmen ein weiteres Studium in Angriff.

Im Anschluss an die Diplomübergabe würdigte Walter Hugentobler, Präsident des Fördervereins der PHTG, zwei ausserordentliche Diplomarbeiten und überreichte je einen Preis (je 500 Franken und Urkunde), gestiftet vom Förderverein der PHTG. Nadja Hugentobler aus Frauenfeld schrieb zum Thema «Einstellungen von Jugendlichen und jungen Erwachsenen gegenüber Menschen mit einer Behinderung». Léa Baumgärtner aus Berg befasste sich in ihrer Arbeit mit dem Thema «Ein Stück persönliche Sportgeschichte. Eine qualitative Untersuchung über die Bedeutung des Schulsports zu Zeiten der DDR und der BRD».