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Abgefahren: Möckli in Dubai

SCHLATT. Motocross-Profi Christoph Möckli aus Schlatt engagiert sich in Dubai. Der einstige Doppeleuropameister zieht dort mit einem Kollegen eine weitere Motocross-Schule auf.
Gudrun Enders
Möckli mit Mohammed Al Balooshi.

Möckli mit Mohammed Al Balooshi.

SCHLATT. Eine Woche Motocross in Dubai buchen mit Kulturprogramm. «Das kostet so viel wie eine Woche Skiferien», sagt Chris Möckli. Dieses Angebot hat er mit dem arabischen Motocross-Meister Mohammed Al Balooshi ausgetüftelt. Im Internet werben die beiden damit, dass ein morgenländischer und ein abendländischer Motocross-Star die Fahrer betreuen.

Im vergangenen Winter nahmen schon zwei Gruppen das Angebot an. Es handelte sich um aktive Fahrer, die sich auf die neue Saison vorbereiteten. Dazu eignet sich Dubai dank stabilen Wetters. Dort herrscht zwar auch Winter, aber der ist von den Temperaturen her mit unserem Sommer vergleichbar.

Nach Schweizer Vorbild

Möckli lebte schon im vergangenen Winter drei Monate vor Ort. Nun reiste sein arabischer Kollege für drei Wochen in die Schweiz, um sich Möcklis Motocross-Schule anzuschauen. Die läuft inzwischen sehr zur Möcklis Zufriedenheit. Mittlerweile hat er drei Mitarbeiter in Teilzeit angestellt, um die Arbeit zu bewältigen. Nun sind die beiden Profisportler Möckli und Al Balooshi dabei, eine weitere Motocross-Schule in Dubai zu gründen. Allerdings sind in den Vereinigten Arabischen Emiraten zum Beispiel die Versicherungen völlig anders geregelt.

Eigentlich kennen sich die beiden Profisportler schon seit zehn Jahren. Von der arabischen Mentalität ist Möckli positiv überrascht: «Das Bild, das in den Medien vermittelt wird, deckt sich mit meinen Erfahrungen nicht.» Er erlebte, wie verlorene Kreditkarten an den Besitzer zurückgebracht wurden. Er lernte die grosse Gastfreundschaft kennen und wie wichtig es in der arabischen Gesellschaft ist, für Alte oder Kranke zu sorgen. Auch die grosse Toleranz beeindruckte ihn.

Tolerante Araber erlebt

In den Vereinigten Arabischen Emiraten leben überwiegend Ausländer, nur ein Fünftel der Bevölkerung sind Einheimische. Die Araber seien traditionell gekleidet, zeigten sich aber tolerant gegenüber westlichen Sitten, so Möcklis Erfahrungen. «Ich sehe viele Europäer, die sich dort gar nicht anpassen, obwohl sie in Europa von den Ausländern Anpassung fordern.» Auch Vater Max Möckli hat seinen Sohn schon in Dubai besucht. Der FDP-Kantonsrat zeigt sich ebenfalls beeindruckt von der arabischen Welt dort: «Das ist ein super Land, ich habe volles Vertrauen.»

Im kommenden Winter wird Möckli schon sechs Monate in Dubai verbringen. Eine feste Bleibe ist in Planung. Möckli freut sich über diese neue Entwicklung, ihm ist aber auch klar: «Wer etwas tut, setzt sich einem Risiko aus.»

Chris Möckli geht freiwillig in die Wüste: Der Profisportler trainiert nahe Dubai und will selbst die arabischen Meisterschaften fahren. (Bild: Wayne Gray)

Chris Möckli geht freiwillig in die Wüste: Der Profisportler trainiert nahe Dubai und will selbst die arabischen Meisterschaften fahren. (Bild: Wayne Gray)

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