Abfuhr für Solar-Initiative

Frauenfeld. Die Frauenfelder haben gestern der Solar-Initiative mit 3197 Nein- gegen 1511 Ja-Stimmen eine deutliche Abfuhr erteilt. Diese verlangte, dass bis Ende 2020 pro Einwohner mindestens zwei Quadratmeter Solarfläche auf Stadtgebiet in Betrieb stehen muss.

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Frauenfeld. Die Frauenfelder haben gestern der Solar-Initiative mit 3197 Nein- gegen 1511 Ja-Stimmen eine deutliche Abfuhr erteilt. Diese verlangte, dass bis Ende 2020 pro Einwohner mindestens zwei Quadratmeter Solarfläche auf Stadtgebiet in Betrieb stehen muss. «Die Deutlichkeit des Entscheides ist insbesondere als Absage gegen eine Zwängerei in diese Richtung zu werten», wird Stadtammann Carlo Parolari in einer Mitteilung der Stadt zitiert.

Hauchdünn angenommen mit 2317 Ja- gegen 2309 Nein-Stimmen haben die Frauenfelder dafür den Gegenvorschlag von Stadt- und Gemeinderat. Dieser bezweckt die Schaffung eines Fonds zur Förderung von erneuerbaren Energien sowie zur Steigerung der Energie-Effizienz in Wirtschaft und privaten Liegenschaften. Die Stadt stellt dafür jährlich 1 Million Franken zur Verfügung, je zur Hälfte aus Steuergeldern und von den Werkbetrieben, die dafür eine Abgabe von 0,34 Rappen pro Kilowattstunde Strom erheben.

Parolari interpretiert das knappe Resultat so, dass die Frauenfelder offenbar keine Experimente wollten. (red.)