Abfall geht unter den Boden

STECKBORN. Steckborn will bis 2018 die Kehrichtentsorgung komplett auf Unterflurcontainer umrüsten. Bislang stehen vier Anlagen, weitere 18 sollen dazukommen. 360 000 Franken wird das kosten.

Mathias Frei
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Franz Weibel Leiter Werkbetriebe/Bauamt Stadt Steckborn (Bild: Nana do Carmo)

Franz Weibel Leiter Werkbetriebe/Bauamt Stadt Steckborn (Bild: Nana do Carmo)

«99 Prozent der Rückmeldungen sind positiv.» Das sagt Franz Weibel über die vier seit vergangenem Frühling bestehenden Unterflurcontainer-Anlagen in der Steckborner Altstadt. Dies sei mit ein Grund, weshalb sich die Stadt nun an die flächendeckende Umrüstung auf Unterflurcontainer mache, sagt der Leiter der Steckborner Werkbetriebe. Gemäss Plänen der Stadtverwaltung sollen bis 2018 die weissen Kehrichtsäcke im Ortsbild der Vergangenheit angehören.

Kehricht jederzeit entsorgen

Ein weiteres wichtiges Argument ist für Weibel die Sauberkeit. Von Tieren aufgerissene Säcke wird es alsbald nicht mehr geben. «Und es ist auch ein Service für die Bevölkerung, den Kehricht jederzeit entsorgen zu können.»

Ein Plan der vorgesehenen Standorte liegt die kommenden zwei Wochen im Steckborner Gemeindehaus auf. Es geht um 18 zusätzliche Anlagen. Ziel sei es, praktisch allen Einwohnern den Zugang zu einem Unterflurcontainer in vernünftiger Entfernung zu bieten, heisst es in einer Medienmitteilung. Laut Verband KVA Thurgau (Kehrichtverbrennungsanlage) soll man nicht mehr als 250 Meter zum Unterflurcontainer gehen müssen. Steckborn könne man diese Vorgabe für fast alle vorgesehenen Standorte einhalten, sagt Weibel. Viele Standorte seien sogar einiges näher.

Wie Weibel erklärt, spielt nicht nur die maximale Gehdistanz eine Rolle. Der Abtransport durch einen Lastwagen müsse möglich sein. Einen Einfluss hätten auch die Grundbesitzverhältnisse. Und nicht zuletzt sei der Kabel- und Leitungsbau im Untergrund zu berücksichtigen.

Entscheid am 15. Dezember

Laut Weibel ist für den Bau der 18 Unterflurcontainer-Anlagen ein Objektkredit von 360 000 Franken im Voranschlag 2016 vorgesehen. Die Stimmbürger befinden an der Budget-Gemeindeversammlung vom 15. Dezember (Feldbach-Turnhalle) über dieses Geschäft.

Noch bis 2018 leistet der Verband KVA Thurgau eine Anschubfinanzierung für Unterflurcontainer. Pro Standort erhalten Gemeinden einen Zustupf von 6000 Franken. Derzeit sind im KVA-Verbandsgebiet rund hundert Container in Betrieb. Das Interesse der Gemeinden sei gross, heisst es seitens der KVA. Vor drei Wochen bewilligte das Frauenfelder Stadtparlament 1,7 Millionen Franken für 120 Unterflurcontainer.

Am Samstag, 21. November, stehen Stadtrat Gregor Rominger und Werkbetriebe-Leiter Franz Weibel von 10 bis 12 Uhr im Gemeindehaus Steckborn für Fragen betreffend Unterflurcontainer und -Standorte zur Verfügung.

Sollen in Steckborn flächendeckend gebaut werden: Unterflurcontainer wie in Uttwil. (Bild: Ralph Ribi)

Sollen in Steckborn flächendeckend gebaut werden: Unterflurcontainer wie in Uttwil. (Bild: Ralph Ribi)