Aadorfer Sporthalle bleibt knapp unter Budget

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Aadorf Sie sei vielleicht kein Jahrhundertprojekt, sicher aber ein Jahrzehntprojekt, sagte Stefan Mühlemann. An der gestrigen Pressekonferenz konnte der Aadorfer Vizegemeindepräsident und Projektleiter der neuen Dreifachsporthalle Löhracker – anderthalb Jahre nach deren Einweihung – die endgültige Bauabrechnung präsentieren.

Dabei zog Mühlemann zusammen mit Schulliegenschaftenverwalterin Cornelia Brändli und Finanzchef Roger Disch eine fast ausnahmslos positive Bilanz. Zwar war auch gestern der Ärger über die beiden Sabotageakte auf der Baustelle im Sommer 2014 noch spürbar. Unbekannte hatten es damals auf die Grundwasserpumpe abgesehen (unsere Zeitung berichtete).

Dank Versicherung hielt sich der finanzielle Schaden für Aadorf aber letztlich mit einem Selbstbehalt von 7500 Franken in überschaubaren Grenzen, und die damals verursachte dreimonatige Verzögerung der Einweihung scheint inzwischen auch verschmerzt zu sein.

Denn insbesondere finanziell ist den Verantwortlichen das Glanzstück einer exakten Punktlandung gelungen. 12,9 Millionen Franken hatten die Stimmbürger im Mai 2013 an der Urne bewilligt, gekostet hat die Halle nun 12,838 Millionen Franken. «352 Zahlungsanweisungen haben wir ausgelöst», berichtete Finanzchef Disch, «vier prallvolle Bundesordner».

Ein Rechnungsabschluss also, der wohl nicht zuletzt in Eschlikon positiv aufgenommen werden dürfte. Stammt doch die dort anstehende Sporthalle aus der Feder derselben Architekten, des Winterthurer Büros Graf Biscioni. Überhaupt lobte Mühlemann gestern ausdrücklich die Zusammenarbeit aller am Projekt Beteiligten.

Letzte Abschlussarbeiten laufen derzeit

Dass die Halle doch noch nicht ganz fertig ist, berichtete schliesslich Liegenschaftenverwalterin Brändli. «Derzeit sind wir an den allerletzten Abschlussarbeiten», sagte sie. Dabei handle es sich namentlich um Justierungen an Lüftung und Klimaanlage. Arbeiten, die erst vorgenommen werden können, wenn eine gewisse Praxiserfahrung mit dem Bau vorliegt.

Nicht zuletzt bei den Vereinen, ein wesentlicher Faktor im damaligen Abstimmungskampf, komme die Halle sehr gut an, sagte Brändli – und: «Sie läuft bereits unter Vollbetrieb und ist insbesondere im Winterhalbjahr tagtäglich ausgebucht.» (kuo)