Aadorfer Schulgemeinde kann Steuern senken

AADORF. Das Primarschulhaus an der Aadorfer Schulstrasse bekommt eine neue Fassade. An der Schulgemeindeversammlung bewilligten die Stimmbürger zudem einen um zwei Prozentpunkte tieferen Steuerfuss. Über den Umbau der alten Turnhalle Löhracker werden sie indes im Frühling an der Urne befinden.

Kurt Lichtensteiger
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Das über 100jährige Primarschulhaus wird aussen saniert. (Bild: Kurt Lichtensteiger)

Das über 100jährige Primarschulhaus wird aussen saniert. (Bild: Kurt Lichtensteiger)

Zahlen dominierten am Mittwochabend die Versammlung der Aadorfer Schulgemeinde.

Die Schule mit ihren sieben Standorten und 184 Mitarbeitern komme einem mittleren KMU-Betrieb gleich, bemerkte Schulpräsident Martin Köstli. Mit dieser Aussage illustrierte er den budgetierten Aufwand von 18 Millionen Franken. Für die nächsten fünf Jahre plant die Schulbehörde 8,5 Millionen an Investitionen. Der grösste Brocken davon steht mit dem Umbau der alten Turnhalle Löhracker kurz bevor. Dazu war vor einem Jahr ein Projektierungskredit von 240 000 Franken genehmigt worden. Kommenden 5. Februar wird das 4,8-Millionen-Projekt vorgestellt. Die Urnenabstimmung über die Umnutzung findet dann im Frühsommer statt.

Von 98 auf 96 Prozent

«Höhere Erträge bei den Schul- und Grundstückgewinnsteuern sowie tiefere Ausgaben beim Schulbetrieb lassen die Rechnung 2014 besser abschliessen als erwartet», sagte Finanzchef Markus Büsser. «Für nächstes Jahr rechnen wir aufgrund der Steuerfusssenkung auf 96 Prozent mit einem Minus von 325 000 Franken, was jedoch dank guter Eigenkapitaldecke verantwortet werden kann.» Wortmeldungen dazu gab es nicht. Ebenso nicht zur Sanierung des als wertvoll und erhaltenswert eingestuften Schulhauses im Dorfzentrum. Die Kosten für die Aussensanierung betragen 530 000 Franken.

Wann kein Französisch mehr?

Wissenswertes gab es zu weiteren Sanierungen, zur kantonalen Schulevaluation, zum Umzug der Schulverwaltung, zum Aadorfer Schülerpreis, zur Zusammenarbeit mit dem örtlichen Gewerbe und zum Lehrplan 21. «Wann wird Französisch in der Primar abgeschafft?» Mit dieser Frage sieht sich der Schulpräsident hin und wieder konfrontiert. Mit der Antwort, die bisherige Lösung bleibe mindestens bis 2017 in Kraft, konnte er weiteren diesbezüglichen Fragen entgegenwirken.

An der Sekundarschule war vorgesehen, die fünfjährigen Informatikgeräte zu ersetzen. Damit wartet man jedoch zu, weil ein neues pädagogisches Konzept und der Einsatz von iPads geprüft werden.

Die Statistik zeigt nach wie vor, dass die Schülerzahlen insgesamt konstant verlaufen, mit leicht steigender Tendenz. Schwankende Zahlen bei einzelnen Jahrgängen an verschiedenen Standorten sind für die Zuteilung indes immer wieder eine Herausforderung.

«Tiptop gelaufen», kommentierte eine Stimmbürgerin die Versammlung beim Verlassen des Saales.

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