AADORF: Vogelprojekt ist versandet

Im Kiesabbaugebiet Heidelberg ziehen keine Schwalben mehr ein. Die Initiative des Natur- und Vogelschutzvereins ist gescheitert. An einer Führung informieren sie über die Gründe.

Kurt Lichtensteiger
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Andreas Bieri, Präsident des Natur- und Vogelschutzvereins Aadorf (NVA), ist die Enttäuschung ins Gesicht geschrieben. «Früher nisteten noch über 100 Paare der geschützten Uferschwalben im Aadorfer Kiesabbaugebiet Vorheide am Heidelberg.» Mit der Abtragung der verdichteten Sandablagerungen seien die Vögel jedoch seit zehn Jahren nicht wieder aufgetaucht.

Im Zuge der Rückbauarbeiten in diesem Gebiet packte der NVA die Gelegenheit beim Schopf, ein Projekt zur Wiederansiedlung zu initiieren. Eine künstliche Uferschwalbenwand stiess auf grosses Interesse. «Leider musste bereits die Projektierung der Sandwand gestoppt werden», bedauert Bieri. «Bei einer Begehung mit den für den Rückbau verantwortlichen Personen war schnell ersichtlich, dass hier eine künstliche Uferschwalbenwand unmöglich ist.» So müssen die Initiatoren zurück auf Feld eins und ihre freiwillige Arbeit darauf beschränken, einen nachhaltigeren Standort zu suchen.

Auf den Auffahrtsmorgen sind Mitglieder, aber auch interessierte Nichtmitglieder des NVA eingeladen, sich unter kundiger Leitung ein Bild der Situation zu machen. Zuerst wird die Lützelmurg unter die Lupe genommen. Dabei wird die Wasserqualität nach der Verschmutzung und Renaturierung an Ort und Stelle geprüft. Ebenso können die Fördermassnahmen zu Gunsten der Wasseramsel kontrolliert werden.

Danach geht es zum Heidelberg, wo am Rande des Kiesabbaugebietes begründet wird, weshalb die Uferschwalbe hier keine Heimat finden kann und welche Aufwertung das Gebiet zukünftig erhalten wird.

Kurt Lichtensteiger

hinterthurgau

@thurgauerzeitung.ch

Exkursion

Donnerstag, 25. Mai, 5 Uhr

Bahnhof Aadorf

www.nvaadorf.ch