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AADORF: Tanz und Themen gingen unter die Haut

Im Rahmen der Kulturbühne 2018 zeigte das Tanztheaterhaus Divertimento im Kultur- und Gemeindezentrum drei Inszenierungen mit Kindern und Erwachsenen.
Maya Heizmann
Getanzte Vernetzung: Szene aus der Produktion «zugedeckt und aufgedeckt». (Bilder: Maya Heizmann)

Getanzte Vernetzung: Szene aus der Produktion «zugedeckt und aufgedeckt». (Bilder: Maya Heizmann)

Maya Heizmann

hinterthurgau

@thurgauerzeitung.ch

«Divertimento ist italienisch und heisst Vergnügen», sagt Carmen Puccio, Tanzpädagogin und Gründerin des gleichnamigen Tanztheaters in Aadorf. «Unser Training soll Vergnügen machen und die Grenzen unseres Körpers herausfordern. Zudem unseren Geist erweitern, damit die Seele tanzen kann.»

Mit «Magali macht Theater» eröffnete Carmen Puccio am Nachmittag die Märchenkiste. Ihre Geschichte erzählt von der eigenwilligen Magali, die täubelet, nicht ins Bett will, auch rote Schuhe gefallen ihr nicht, Blumenkohl mag sie nicht und überhaupt macht die Göre ein Riesentheater. Carmen Puccio erzählte, tanzte und spielte die poetische Geschichte um alltägliche, wichtige Erlebnisse im Kinderzimmer und in der grossen weiten Welt – echte Alltagssituationen eben.

Inklusiver Ausdruckstanz

«Komm ins Hexenwunderland», hiess es dann am Abend. Für die Produktion «Hexenzauber» hatten die Kinder der Tanzschule eine märchenhafte Geschichte selber entwickelt – und sie machten mit grosser Begeisterung mit. Beim Abschlussfest waren alle Hexen, Blumen und Tänzer vereinigt und tanzten ausgelassen mit dem Gold- und Silberdrachen.

Inklusiven Ausdruckstanz zeigte anschliessend das Tanzprojekt «zugedeckt und aufgedeckt» mit Klienten aus verschiedenen Wohnheimen und geschützten Werkstätten.

Die Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen kommen von der Murgstiftung der Psychiatrischen Klinik Littenheid, vom Kornhaus Vogelsang und von Dialogos Stettfurt. Unter der professionellen Leitung von Carmen Puccio und Bettina Baldo präsentierten die Tänzer eine attraktive Performance.

Die Zuschauer nahmen die Fröhlichkeit und die Poesie der Tänze in sich auf und liessen die sich ergebenden fliessenden Bilder auf sich einwirken. Die eindrücklichen Themen wie Einsamkeit, Vernetzung, Hoffnung und Befreiung regten zum Nachdenken an und gingen unter die Haut.

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