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AADORF: Schwein gehabt am Jassturnier

Am Berchtoldstag hat der Männerchor sein Preisjassen durchgeführt. Er sorgte dafür, dass alle 220 Teilnehmer einen Preis nach Hause nehmen konnten.
Kurt Lichtensteiger
Erfolgreiche Jasser: Der drittplatzierte Adrian Thomann, Sieger Joe Aemisegger und der zweitplatzierte Felix Brühwiler. (Bild: Kurt Lichtensteiger)

Erfolgreiche Jasser: Der drittplatzierte Adrian Thomann, Sieger Joe Aemisegger und der zweitplatzierte Felix Brühwiler. (Bild: Kurt Lichtensteiger)

Am frühen Nachmittag des 2. Januars herrschte im Aadorfer Gemeindesaal angespannte Stille, nachdem der örtliche Männerchor mit flott vorgetragenen Liedern überrascht und Spielleiter Hansjörg Nägeli die organisatorischen Hinweise platziert hatte. Darauf begaben sich die 220 Teilnehmer des Preisjassens – darunter auch auffallend viele jüngere – an die zugewiesenen Tische.

Gespielt wurde wie üblich ein Schieber mit zugelostem Partner. Wer sich einem geübten Mitspieler gegenübersah, hatte Glück gehabt. Doch sich allein auf das Gegenüber abzustützen, darauf war kein Verlass, vielmehr zählte das Kartenglück. Beeinflussen liess sich dieses nicht. Da nützte auch langes Mischeln nichts. Während des Spiels fielen kaum Worte, denn unnötige Bemerkungen sind verpönt, ja sogar verboten. Umso angeregter fielen die Kommentare nach dem Ausspielen der letzten Karte aus: Es wurde mit dem Schicksal gehadert, das einem nicht hold war. «Hätte, wäre…» und weitere Konjunktive waren dabei standardisierte Einwände, die allenthalben ins Feld geführt wurden. Doch bald ging es wieder an einen andern Spieltisch, wo neues Glück, erneutes Pech oder Fehleinschätzung wartete.

Der Nachmittag zog sich dahin. Nochmals war eine Passe zu zwölf Spielen zu absolvieren. Die Spannung näherte sich dem Höhepunkt. Wer würde die höchste Punktzahl auf sich vereinigen? Manche mussten die Aussicht auf einen der vordersten Plätze gar vorzeitig abschreiben, andere konnten hingegen noch hoffen.

Einen Preis vom Gabentempel dürfen jedoch alle Teilnehmer mit nach Hause nehmen und die Daheimgebliebenen damit beglücken. Damit niemand enttäuscht sein muss, hat nämlich der organisierende Männerchor Aadorf mit 29 Einsatzkräften gesorgt. Auch dafür, dass alles mit rechten Dingen abgelaufen ist.

Sieger entschied sich für Preisgeld

Während sich ein kleines Team zur Auszählung in ein Sitzungszimmer zurückgezogen hatte, wird der angekündigte Imbiss – Kartoffelsalat mit heissem Fleischkäse – aufgetischt, der in der Einschreibegebühr von 25 Franken inbegriffen war. Die Preisverteilung war der letzte Höhepunkt eines geselligen Nachmittags, der beim Hudelwetter eine willkommene Abwechslung in die Festtage brachte.

30 Teilnehmer haben mehr als 4000 Punkte realisiert. Der Sieger Joe Aemisegger zog das Preisgeld von 250 Franken den beiden Säuli vor, die den Hauptpreis darstellten. Diese haben Schwein gehabt und landeten nicht gleich auf der Schlachtbank, sondern dürfen sich in Hagenbuch weiterhin ihres Lebens erfreuen.

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