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AADORF: Mit Trommeln und Posaunen

Am Sonntagnachmittag war es für einmal laut im Dorfzentrum. Der Fasnachtsumzug bot den zahlreichen Schaulustigen mehr als Konfettiduschen.
Nach dem Umzug versammelten sich die Guggen für ein Konzert. (Bild: Kurt Lichtensteiger)

Nach dem Umzug versammelten sich die Guggen für ein Konzert. (Bild: Kurt Lichtensteiger)

Die grösste Sorge im Vorfeld des 21. Umzuges waren für Michaela Künzli, Präsidentin des kleinen Aadorfer Fasnachtsvereins, die unsichere Wetterprognose und eine Passage auf der Umzugsroute. Für die Wagenführer war das Manövrieren im Bereich des Kirchplatzes schon im Vorjahr delikat. So war es absehbar, dass sich auch am Sonntagnachmittag die Durchfahrt zwischen den paarweise angeordneten Platanen als Knacknuss erweisen sollte. Ausser einiger abgerissener Äste hielt sich der Schaden aber in Grenzen, nicht zuletzt dank der Fahrkünste.

Schon um die Mittagszeit kündigte dröhnende Musik aus diversen Lautsprechern das kommende Spektakel an. Bis sich der Umzug endlich vom Bahnhof her in Bewegung setzte, wurden jedoch noch manche Powerdrinks zu durstigen Mündern geführt. Nach der Wartezeit setzte sich der kunterbunte Tatzelwurm in Bewegung, um auf Umwegen über die Verkehrsachse, wo sich der Detailhandel eingenistet hat, das Gemeindezentrum zu erreichen. Waldhexen und sonstige gfürchige Hexenweiber griffen nach Halbwüchsigen, während Kinderaugen ganz erschreckt dreinschauten, bis die Hexe dem verängstigten Kind eine Mandarine in die Hand drückte. Guggenmusik mit Trommeln, Pfeifen, Posaunen und Trompeten folgten. Aus Rohren von mächtigen Fasnachtswagen pustete in kurzen Abständen ein Schwall Konfetti, die dichten Reihen der Zuschauer ungezielt eindeckend. Wer Glück hatte, konnte sich mit einem Likör oder Becher Tee schadlos halten.

Nach gut einer Stunde trafen die ersten der insgesamt 39 Gruppen im Dorfzentrum ein. Im Kultursaal versammelten sich die Guggen zu einem monströsen Konzert. Wer dem Ohrenschmaus abhold war, hielt sich im Freien auf, wo der Sportclub Aadorf für die Verköstigung sorgte. Die Umzugsteilnehmer zogen sich in die Tiefgarage zurück, wo Risotto und Wienerli mit Getränk als Entschädigung für den Auftritt warteten.

Kurt Lichtensteiger

hinterthurgau@thurgauerzeitung.ch

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