AADORF: Mit Sonne kochen

Eine neue Solaranlage produziert Strom für den Kochunterricht.

Kurt Lichtensteiger
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Rund 20 Besucher informierten sich vergangene Woche an der Jahresversammlung über die Arbeit der Solargenossenschaft Aadorf und liessen sich an der offiziellen Einweihungsfeier die jüngste Anlage über den zukünftigen Schulküchen zeigen.

«Belüftung und Beleuchtung sind schon ökologischer geworden und bald sind es auch Backöfen und Kochfelder im Hauswirtschaftsunterricht», sagt Kurt Gnehm, Präsident der Solargenossenschaft. Dies dank der dachintegrierten Fotovoltaikanlage, die auf dem umgebauten Schulhaus Sek Ost installiert ist. «Weil die Rückspeisung von Solarstrom nur noch mit rund sechs Rappen pro Kilowattstunde entschädigt wird, hat die Solargenossenschaft mit Schule und Politischer Gemeinde vertraglich ausgehandelt, dass der Ökostrom für 16 Rappen direkt an die Verbraucher verkauft und nur der Überschuss ans EW geliefert wird.»

Gnehm orientierte im Weiteren über die Entstehung und Finanzierung der neuesten 70 Kilowatt-Anlage: Die verlangte Dachintegration verursachte rund 20 Prozent Mehrkosten. Mit Darlehen von Genossenschaftsmitgliedern und Eigenkapital konnten die 170000 Franken investiert werden. Im Laufe ihres 22-jährigen Bestehens hat die Genossenschaft, die aktuell 85 Mitglieder zählt, schon sechs Anlagen zur Gewinnung von Ökostrom für total 866000 Franken realisiert und durch Stromverkäufe bis auf 200000 Franken amortisiert. Seit der ersten Stunde setzen sich die Mitglieder ehrenamtlich für einen Umbau ihrer Energieversorgung ein, um von Erdöl und Atomkraft unabhängig zu werden.

Kurt Lichtensteiger

hinterthurgau@thurgauerzeitung.ch

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