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AADORF: Kunststoff, Fisch und ein leiser Haarföhn

An der Wittenwilerstrasse 25 herrscht rege Bautätigkeit. Eine neue Firmentafel weist darauf hin, dass wenig bekannte Unternehmen in das umgerüstete Gewerbegebäude eingezogen sind. Ihre Angebote könnten kaum unterschiedlicher sein.
Das Dock A an der Wittenwilerstrasse 25 wird derzeit saniert. (Bild: Kurt Lichtensteiger)

Das Dock A an der Wittenwilerstrasse 25 wird derzeit saniert. (Bild: Kurt Lichtensteiger)

Unternehmen wie Griesser, Gressel und Kifa mögen vielen ein Begriff sein. Nicht aber Firmennamen wie Cadfem, Gapro, Opaga. Sie alle befinden sich im Gebäude der Vibraplast AG, erbaut von Firmengründer Hans Dutly im Jahr 1961. Die Erben von Hans Dutly liessen in unmittelbarer Nähe repräsentative Neubauten erstellen, als Dock B, C und D bezeichnet. Das ehemalige Kunststoff-Presswerk, nun das Dock E, wurde umgenutzt. 25 Jahre sind vergangen, seit dort die Verschalungen für Notrufsäulen entlang der Autobahn hergestellt wurden.

Im Bau befindet sich derzeit das Dock A. Das Wohnhaus ist aufgelöst worden. Helle Büros, ein Aufenthaltsraum und ein Carport sind dazu gekommen. Und es wird weitergebaut: Von aussen deutet derzeit lediglich das Baugerüst auf die Erneuerung hin. Das einstige Satteldach, worunter sich ein Estrich befand, wird entfernt, um einem Flachdach Platz zu machen. Darunter befindet sich einzig die Wohnung für den Hauswart. Stellt sich nun die Frage, was sich hinter den Namen der Unternehmen in diesem Gewerbehaus versteckt.

Die Vibraplast AG ist seit über 50 Jahren in Aadorf domiziliert. Rund 50 Mitarbeitende sind mittlerweile beim Spezialisten beschäftigt, vor allem in den ­Bereichen Lärmschutz, Schwingungsisolation, Schaumstoff- und Kunststofftechnik. Die Produktions- und Lagerfläche, auf einer Fläche von 15000 Quadratmetern, ist verteilt auf fünf Docks. Geschäftsführer ist Urs Dutly. Bruder Markus Dutly führt die Cadfem, gegründet im Jahr 1995. Die Zahl der Mitarbeitenden erhöhte sich in diesem Zeitraum von 2 auf 32, nämlich 24 in Aadorf und 8 in Lausanne. Die Cadfem bietet Engineering-Software und IT-Lösungen an, von Beratung über Support bis hin zu Know-how-Transfer. «Cadfem ist in der Schweiz der führende Anbieter im Bereich virtueller Produktsimulation. Das heisst, ein Produkt wird nicht mehr wie bis anhin mittels Versuch und Irrtum entwickelt, sondern mit Simulation am Computer», erklärt Markus Dutly.

Grosskunden in der Schweiz und in Europa

Andreas Gabathuler ist mit der Firma Gapro von Eschlikon ins Gewerbehaus an der Wittenwilerstrasse 25 umgezogen, wo er an idealer Lage grössere Räumlichkeiten für seine Tätigkeit im Bereich Seafood bezogen hat. Mit tiefgekühlten Shrimps und Fisch beliefert er namhafte Grosskunden in der Schweiz, aber auch in Europa. Gapro hat seit 2008 in Vietnam eine Partnerorganisation mit Partnerzuchten. Ab dem 15. November ist im Ladengeschäft ein Direktverkauf von verschiedenen Premiumprodukten für die Kunden von Aadorf und Umgebung geplant.

Gleich daneben bietet Anita Camenisch von der Firma Opaga zweckdienliche Neuheiten im Bereich Non-Food an, wie einen sehr leisen Haarföhn, der europaweit bei verschiedenen Coiffeuren anzutreffen ist. Oder ein sprechendes Fieberthermometer, das in Sekundenschnelle über den Hautkontakt die genaue Körpertemperatur anzeigt.

Provisorien für Bauprojekte und Events

Die Elektro Rent hat langjährige Erfahrung im Bereich der Planung, Vermietung und Einrichtung von Elektroprovisorien, sei es für ein Bauprojekt, eine Chilbi oder einen Event. Geschäftsleiter ist Alfonso Urso.

Schliesslich ist im Gewerbehaus die Itficient beheimatet, geführt vom Aadorfer Geschwisterpaar Teresa Alberts-Müller und Fabian Müller. Im Angebot steht Big Data über die Amazon Cloud, will heissen, Geschäftsprozesse und Kaufsignale von Kunden auswerten und so Klein- und Mittelbetriebe gezielt unterstützen. «Für ein Start-up-Unternehmen braucht es viel Durchhaltevermögen und Überzeugung. Dass wir uns gegenseitig unterstützen und antreiben, ist selbstverständlich», sagt Teresa Alberts-Müller.

Dass der boomende Wohnungsbau in Aadorf, womit bevölkerungsmässig die Zehntausendergrenze allmählich näher rückt, auch laufend neue Arbeitsplätze an Ort entstehen, darf der Gemeinde gut anstehen.

Kurt Lichtensteiger

hinterthurgau@thurgauerzeitung.ch

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