AADORF: Keiner reicht ihm das Wasser

Michael Büsser hat sie alle hinter sich gelassen: Von 91 Prüflingen aus der ganzen Schweiz schloss der gelernte Zimmermann die Polierschule mit der Bestnote 5,3 ab.

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Der 23-jährige Michael Büsser ist nicht nur engagiert und sympathisch, sondern auch ziemlich erfolgreich. Ergänzend zu seiner Lehre als Zimmermann hat Büsser eine Polierausbildung absolviert und diese mit der schweizerischen Bestnote von 5,3 abgeschlossen. Wer kennt den jungen Berufsmann nicht besser als dessen Mentor und Arbeitgeber Paul Baumgartner, denn schliesslich hat er seinen Angestellten in den vergangenen sechs Berufsjahren begleitet.

«Michael hat eine ungewöhnlich hohe Auffassungsgabe, ist zielstrebig, leistungsorientiert, talentiert und beruflich interessiert.» Es sind vor allem diese Attribute, die zum beruflichen Erfolg des Aadorfers beigetragen haben, sagt Baumgartner, Mitinhaber der Baumgartner Holzbau AG in Ettenhausen, in aller Bescheidenheit, die auch der junge Berufsmann ausstrahlt. Mit berechtigtem Stolz hält dieser den kürzlich im solothurnischen Trimbach überreichten Fachausweis in den Händen. Dass er die fünftägige Prüfung mit der beachtlichen Durchschnittsnote 5,3 aus insgesamt 23 Prüfungsfächern als Bester abschloss und damit 65 Deutschschweizer und 26 Absolventen aus dem Welschland hinter sich liess, verdient höchste Anerkennung.

Zimmermann mit der Note 5,7

Bei Michael Büsser hatte sich seine Vorliebe für das Handwerk mit Holz schon in der Schulzeit abgezeichnet. Berufswahl-Not kannte der Aadorfer nicht. Begabung und Neigung bestätigten eine Schnupperwoche bei der Baumgartner AG, so dass der Schulabgänger dort die damals noch dreijährige Lehre als Zimmermann antreten durfte.

Die Lehrabschlussprüfung (LAP) schloss er damals mit der Höchstnote von 5,7 ab. «Eine Hammernote», wie sein Lehrmeister anfügt. Es ist deshalb keine grosse Überraschung, dass für den jungen Berufsmann die Besuche der einjährigen berufsbegleitenden Vorbereitungsschule in Weinfelden und gleich danach der Polierschule in Wetzikon von ähnlichem Erfolg gekrönt wurden und wieder in einer Bestnote gipfelten. Das nächste Ziel hat der 1,85 Meter grosse Büsser aber bereits anvisiert: das Bestehen der Meisterprüfung. Dank seinen erworbenen Kompetenzen dürfte auch dieser Plan gelingen.

Vorerst kann sich der Pferdesportfreund wieder etwas mehr der Waldbewirtschaftung im Privatwald bei Hagenbuch widmen. «Das Holzen ist neben dem Concoursreiten mein liebstes Hobby», sagt Michael Büsser.

Kurt Lichtensteiger

hinterthurgau

@thurgauerzeitung.ch