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AADORF: Jedem Kübel seine Vignette

Der Gemeinderat hat per kommendes Jahr die Grüngutabfuhr neu organisiert. Unter anderem führt er eine verbrauchsabhängige Gebühr für das Entsorgen der Bioabfälle ein.
Roman Scherrer
Die Grüngutsammelstelle Auwiese, rechts von der Kläranlage, ist nur noch bis Ende Jahr in Betrieb. (Bild: Olaf Kühne)

Die Grüngutsammelstelle Auwiese, rechts von der Kläranlage, ist nur noch bis Ende Jahr in Betrieb. (Bild: Olaf Kühne)

Roman Scherrer

roman.scherrer@thurgauerzeitung.ch

Wenn die Aadorferinnen und Aadorfer heute ihr Grüngut entsorgen, können sie es zwischen März und November jede zweite Woche zu den Sammelplätzen der Gemeinde bringen. Von dort transportiert der Zweckverband Abfallverwertung Bazenheid (ZAB) die Grünabfälle ab. Zudem steht bei der Abwasser-Reinigungsanlage (ARA) die Sammelstelle Auwiese zur Verfügung. Hier kann das Grüngut kostenlos selbst abgegeben werden.

Per 1. Januar 2019 hat die Gemeinde die Grünabfuhr nun neu organisiert. Ein Grund dafür ist die Auwiese. Das Land, auf dem sich die Sammelstelle befindet, gehört dem Abwasserzweckverband Lützelmurgtal. Und dieser braucht mehr Platz für die ARA, da er im kommenden Jahr die Kläranlage ausbauen wird. Da die Anlage wegen der steigenden Einwohnerzahlen an ihre Kapazitätsgrenze stösst, soll unter anderem ein neues Klärbecken entstehen – am Standort der Grüngut-Sammelstelle. Über den Ausbau der ARA entscheiden im Herbst die Stimmbürger an der Urne.

«Direktanlieferung weiterhin möglich»

So kann ab nächstem Jahr bei der Auwiese voraussichtlich kein Grüngut mehr abgegeben werden. «Die Möglichkeit einer Direktanlieferung wird aber bestehen bleiben. Und zwar bei der Firma Briner an der Frauenfelderstrasse», sagt Gemeindepräsident Matthias Küng. Dieses Angebot wird aber nicht mehr kostenlos sein. «Wir handeln im Moment die Konditionen aus», so Küng. Die Kosten sind denn auch der zweite Grund für die Neuorganisation der Grünabfuhr. Heute bezahlt in Aadorf jeder Haushalt für die Sammlung eine jährliche Grundgebühr von 75 Franken. Dadurch werden auch Leute zur Kasse gebeten, die in einer Wohnung leben, keinen Garten haben und von der Grünabfuhr keinen Gebrauch machen. «Auf der anderen Seite haben diejenigen profitiert, welche viel Grüngut zur Sammlung aufgegeben haben», sagt Matthias Küng. Dieses Missverhältnis hat der Gemeinderat nun aufgehoben, indem er ab 2019 eine verbrauchsabhängige Gebühr einführt. Die Grünkübel müssen dann mit einer Einzel- oder Jahresvignette versehen werden. Für eine Einzelleerung sollen die Gebühren je nach Behältnis zwischen drei Franken bei 40 Litern und 56 Franken bei 800 Litern liegen. «Ich habe es meiner Frau einmal so vorgerechnet: Wenn man die Sammlung alle zwei Wochen nutzt und jeweils drei Franken bezahlt, kommt man im Jahr wieder etwa auf die 75 Franken, die wir jetzt bezahlen», sagt Küng. Die Sammlung wird auch ab 2019 vom ZAB durchgeführt. Und dies nicht mehr nur von Frühjahr bis Herbst, sondern auch im Winter. Zudem dürfen dann mehr Bioabfälle in der Grüntonne entsorgt werden (siehe Kasten). «Zahlreiche andere Gemeinden, vor allem im Toggenburg, nutzen dieses Angebot des ZAB bereits heute. Und es funktioniert sehr gut», meint Küng.

Die Gebührenanpassung muss der Gemeinderat öffentlich auflegen. «Ich nehme an, das wird irgendwann im Frühling der Fall sein», sagt Küng. Vorher will die Gemeinde aber ihre Einwohner per Flyer detailliert über die Neuerungen betreffend Grüngut informieren.

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