AADORF: Friedhöfe: Die Rechnung geht nicht mehr auf

Den Mesmern der Kirchgemeinden fehlt die Zeit für den Unterhalt der Friedhöfe. Ab Januar übernimmt die Politische Gemeinde diese Aufgabe.

Drucken
Teilen
Der evangelische Friedhof in Aadorf. (Bilder: PD)

Der evangelische Friedhof in Aadorf. (Bilder: PD)

Heute erledigen noch Mesmer und externe Gärtnerfirmen den Friedhofunterhalt in Aadorf. Den Auftrag dazu erteilen die Kirchgemeinden jeweils individuell. Die Politische Gemeinde bezahlt für den anfallenden Unterhalt einen jährlichen Beitrag, der vertraglich festgehalten ist.

In den letzten Jahren haben sich die Aufgaben der Mesmer auf den inneren Dienst verlagert. Dadurch blieb kaum mehr Zeit für den Unterhalt der Friedhofanlagen, was dazu führte, dass es eine externe Unterstützung für diese Aufgaben brauchte. Die Mehrkosten konnten aufgefangen werden, da die Gemeinde vor zwei Jahren auf Anfrage den bisherigen Kostenbeitrag erhöhte.

Trotz höherem Beitrag ging die Rechnung für die Kirchgemeinden nicht mehr auf. Die Verantwortlichen der Gemeinde und der Kirchen haben festgestellt, dass mit den Kosten auch die Anstellung von eigenem Personal möglich wäre. Da der Werkhof bei Bestattungen immer vor Ort ist, könnten mit der Übernahme des Unterhalts durch die Gemeinde Synergien genutzt werden. So entstand die Idee der Anstellung eines Friedhofgärtners.

Neuer Friedhofgärtner

Nach Zustimmung der beiden Kirchgemeinden wurde die Stelle für einen Friedhofgärtner ausgeschrieben. Mit Stefan Dürig aus Aadorf konnte die Gemeinde einen ausgewiesenen Fachmann für diese Stelle gewinnen. Er nimmt seine Arbeit am 1. Januar 2018 auf und wird dem Werkhof unterstellt. Stefan Dürig wird für den Unterhalt auf allen Friedhöfen zuständig sein. Die Grabpflege übernehmen weiterhin die Angehörigen oder die beauftragten Gärtner. Neben dem Friedhofunterhalt wird Stefan Dürig für den Winterdienst bei den Friedhöfen und für weitere Werkhof-Arbeiten eingesetzt.

Grabunterhaltsverträge durch Gemeinde

Die Bestattungsdienste der Gemeindeverwaltung übernehmen ab Januar 2018 die Abwicklung der Grabunterhaltsverträge. Sie übernehmen die bestehenden Verträge und den Grabunterhaltsfonds der evangelischen Kirchgemeinde per 1. Januar. Bei der katholischen Kirchgemeinde verhält es sich so, dass die Politische Gemeinde nur die neuen Verträge übernimmt. Die bisherigen alten Verträge und der Grabunterhaltsfonds verbleiben bei der Kirchgemeinde.

Die Zusammenarbeit mit den Kirchgemeinden funktioniere hervorragend, schreibt der Gemeinderat in seinen Nachrichten. Die Anpflanzung bei den Gräbern wird weiterhin durch die beiden lokalen Gärtnerfirmen erfolgen, die schon bisher von den Kirchgemeinden beauftragt worden sind. «Die beiden Kirchenvorsteherschaften und der Gemeinderat sind überzeugt mit dieser Anpassung Synergien zu schaffen, die eine Optimierung der heutigen Gegebenheiten mit sich bringt», schreibt der Gemeinderat in seiner Mitteilung. (red)

Aktuelle Nachrichten