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AADORF: Es müffelt im Untergeschoss

Die Schulgemeinde will den Steuerfuss um zwei Prozent senken und so das Eigenkapital reduzieren. Dennoch plant sie im nächsten Jahr zwei grössere Investitionen.
Roman Scherrer

Roman Scherrer

roman.scherrer@thurgauerzeitung.ch

Wohnen in Aadorf dürfte bald günstiger werden: Nachdem die Politische Gemeinde angekündigt hat, dass sie an der kommenden Gemeindeversammlung eine Senkung des Steuerfusses um zwei Prozent beantragt (unsere Zeitung berichtete), tut es ihr die Schulgemeinde gleich. Die Aadorfer Stimmbürger und Steuerzahler haben es somit selbst in der Hand, den Gesamtsteuerfuss – ohne Kirchensteuer – von aktuell 270 auf neu 266 Prozent zu senken.

Dank der Steuereinnahmen, die in den letzten Jahren höher ausgefallen sind als erwartet, besitzen Schulgemeinde und Politische Gemeinde ein komfortables finanzielles Polster. «Bereits an der Schulgemeindeversammlung vor einem Jahr gab es Stimmen, die eine Senkung des Steuerfusses wünschten. Nun können wir dem nachkommen, unter anderem auch, weil die Rechnung des vergangenen Jahres besser ausfiel als erwartet», sagt Schulpräsident Martin Köstli.

Bis 2022 das Eigenkapital reduzieren

Das Eigenkapital der Schulen Aadorf beläuft sich derzeit auf 4,6 Millionen Franken. Mit dem neuen Schulsteuerfuss von 94 Prozent budgetiert die Schulgemeinde im nächsten Jahr ein Defizit von rund 430000 Franken. In den vier darauffolgenden Jahren plant die Schulgemeinde mit Verlusten zwischen 240000 und 460000 Franken. Dadurch will sie das Eigenkapital bis ins Jahr 2022 auf die angestrebte Höhe von 2,8 Millionen Franken reduzieren. Ob dann der Steuerfuss wieder erhöht werden muss? «Das ist Kaffeesatzlesen», sagt Martin Köstli. «In dieser Zeit kann ja viel Unvorhergesehenes passieren.»

Neuer Putz und eine Bodenheizung

Neben dem Budget werden die Schulbürger an der Versammlung vom 5. Dezember über einen Kreditantrag von 650000 Franken befinden. Mit dem Geld will die Schulbehörde das Untergeschoss im Primarschulhaus an der Schulstrasse sanieren. Die Räume, die zurzeit für den Werk- und Musikunterricht genutzt werden, weisen unter anderem Feuchtigkeitsschäden auf. «Wer dort hinuntergeht, merkt schon, dass es müffelt. Der Luftaustausch der Wände zwischen Innen und Aussen ist nicht gut», sagt Köstli. Wegen der feuchten Luft bröckeln teilweise bereits die Farbe und der Verputz von den Wänden ab, wie die Schulgemeinde in der Botschaft zur Versammlung schreibt. Um das Problem zu beheben, soll nun der bestehende Putz entfernt und ein neuer aufgezogen werden, welcher atmungsaktiv ist. Ausserdem wird eine Bodenheizung eingebaut, da die Räume als zu kalt empfunden werden.

Schulpräsident Köstli geht davon aus, dass der Kreditantrag angenommen wird. «Es ist offensichtlich, dass da etwas gemacht werden muss. Ausserdem ist das Problem nicht plötzlich aufgetreten, die Sanierung haben wir lange vorausgeplant.» Die Sanierung soll im kommenden Jahr ausgeführt werden. Ebenso die zweite Sanierungsetappe der Schulanlage in Ettenhausen. Dafür ist für 2018 der Betrag von 500000 Franken budgetiert.

Schulgemeindeversammlung

Dienstag, 5. Dezember,

19.30 Uhr, Gemeinde- und

Kulturzentrum Aadorf.

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