AADORF: Erneute Rekordbeteiligung

Der Fasnachtsumzug am 12. Februar ritzt mit 45 Gruppen endgültig die Kapazitätsgrenze. 1100 Fasnächtler werden erwartet.

Kurt Lichtensteiger
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Fasnacht in Aadorf sind nicht mehr wie einst die zuhauf dekorierten Beizen, Maskenbälle und ein schulfreier Nachmittag. Fasnacht in Aadorf ist ein imposanter Fasnachtsumzug, im Jahr 2017 nun schon zum 51. Mal.

Michaela Künzli als neue Präsidentin des Fasnachtvereins Aadorf (FVA) ist gleich in ihrem ersten Amtsjahr stark gefordert worden. «Ein wenig habe ich die Fülle an Arbeit schon unterschätzt, die mit der Organisation des monströsen Anlasses auf mich zugekommen ist.» Doch nun sei sie froh, dass die Vorbereitungsarbeiten gut bewältigt werden konnten. «Nicht zuletzt dank der tatkräftigen Unterstützung der zwölf Mitglieder des Fasnachtsvereins, der im letzten Jahr eine willkommene Blutauffrischung erfahren hat», sagt Künzli, auf deren steirische Herkunft sowohl ihr Charme als auch ihre österreichisch eingefärbte Sprache hinweisen.

15 Guggen, 21 Wagen und neun Fussgruppen werden auf der üblichen Umgzugsroute vom Bahnhof her auf der Bahnhof-, Haupt- und Morgentalstrasse paradieren, ehe beim Gemeindezentrum wieder ein Monsterkonzert stattfinden wird. Unter den Teilnehmern befindet sich auch eine grosse Gruppe aus Friedrichshafen und eine aus dem Vorarlberg.

Der auf vier Meter verengte Durchgang beim Kirchplatz sollte sich nicht als grosses Hindernis erweisen, zumal Gefährte mit Überbreite allenfalls eingeklappt werden könnten. «Bedeutsamer ist es, dass die Châtelstrasse unbedingt autofrei gehalten wird, was letztes Jahr leider nicht der Fall war und zu massiven Problemen geführt hat», sagt Künzli. Parkplätze seien beim Coop, den Firmen Griesser und Kifa sowie bei der Turnhalle Löhracker und beim Fussballplatz in genügender Anzahl vorhanden.

Die rund 1100 Umzugsteilnehmer werden sich wie immer an einem Risotto in der Tiefgarage des Gemeindezentrums erfreuen. Wie in den letzten Jahren üblich, übernimmt wiederum der SC Aadorf die Festwirtschaft und hält für die zahlreichen Umzugsbesucher Getränke und Grilladen im Saal und im Freien bereit. Ohne den Verkauf von Umzugsplaketten wäre der Anlass allerdings nicht tragbar. Neuerdings sind es nicht Plaketten zum Anstecken, sondern solche mit Bändel zum Umhängen. Sie können im Vorfeld gekauft werden oder während des Umzugs. Dieser beginnt wie üblich um 14.01 Uhr.

Kurt Lichtensteiger

hinterthurgau@thurgauerzeitung.ch