AADORF: Eine Zigi war an allem schuld

Die Staatsanwaltschaft hat die Ermittlungen zum Brand der Pizzeria Barone abgeschlossen. Das Haus steht derzeit leer, eine Neueröffnung wird in Betracht gezogen.

Adrian Grzonka
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Die Löscharbeiten an der Hauptstrasse dauerten bis in die Nacht. (Bild: Olaf Kühne (Aadorf, 6. Januar 2016))

Die Löscharbeiten an der Hauptstrasse dauerten bis in die Nacht. (Bild: Olaf Kühne (Aadorf, 6. Januar 2016))

AADORF. Meterhohe Flammen und eine Rauchsäule, die selbst in den umliegenden Dörfern zu sehen ist: Am 6. Januar steht in Aadorf die Pizzeria Barone in Vollbrand. Zwei Verletzte, die ins Spital eingeliefert werden, ein komplett ausgebrannter Dachstock und eine teils verrusste Fassade sind die Folgen der Brandnacht.

Nun sind die Ermittlungen der Kantonspolizei Thurgau und der Staatsanwaltschaft abgeschlossen. «Der Brand dürfte durch einen fahrlässigem Umgang mit Raucherwaren verursacht worden sein», sagt Stefan Haffter von der Staatsanwaltschaft Bischofszell. Da derzeit keine Hinweise auf eine Täterschaft vorlägen, sei das Strafverfahren auf unbestimmte Zeit sistiert worden, sagt er. «Sollten sich aber neue Ermittlungsansätze ergeben, wird das Verfahren wieder aufgenommen.»

Das Bedürfnis nach neuem Restaurant besteht

«Im Moment wissen wir noch nicht, wie es mit der Liegenschaft weitergehen wird», sagt Stefan Mühlemann, Gemeinderat und Sicherheitsbeauftragter von Aadorf. Das Haus sei immer noch abgesperrt und in demselben Zustand wie nach dem Brand im Januar. Seitens des Hausbesitzers bestehe aber Interesse, im Haus an der Hauptstrasse wieder eine Pizzeria zu eröffnen. «Ich würde dies sehr begrüssen. Nach der Schliessung des <Freihofs> und der Venusbar sowie dem derzeitigen Umbau des <Heidelbergs< wäre die Wiedereröffnung sehr begrüssenswert», sagt Mühlemann.

Enver Jashari, Besitzer der Liegenschaft an der Hauptstrasse und ehemaliger Betreiber des darin geführten Restaurants Barone, bestätigt sein Interesse an einer Wiedereröffnung. «Der Wille ist nach wie vor da, wir benötigen allerdings zusätzliche finanzielle Mittel. Das Geld von der Versicherung reicht nicht aus.» Er habe schon einige Briefe und Mails von Leuten erhalten, die eine Wiedereröffnung wünschten. «Für mich ist das eine Herzensangelegenheit. Ich hoffe, dass wir mit der Gemeinde die bestmögliche Lösung finden können.» Kurz bevor die Liegenschaft niedergebrannt ist, hat Jashari in seine Pizzeria viel Geld investiert. Mit dem Ausbau der Gartenwirtschaft seien hohe Kosten entstanden. «Der Brand des Restaurants ist für mich ein riesiger Schlag gewesen.» Die Eröffnung der Pizzeria Barone in Frauenfeld habe diesen Schlag allerdings etwas abdämpfen können. Jashari betreibt nach dem Brand in Aadorf wieder zwei Restaurants unter dem Namen Barone. Eines in Seuzach und seit Juni eines in Frauenfeld.

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