AADORF: Ein Zeichen für die Beliebtheit

Die Genossenschaft Aagena bleibt ein Erfolg – ein höherer Geschäftserfolg und mehr Mitglieder gaben Grund zur Feier.

Kurt Lichtensteiger
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Aagena-Geschäftsführer Markus Schurr, Aktuarin Irene Basler und Präsident Peter Baumgartner. (Bild: Kurt Lichtensteiger)

Aagena-Geschäftsführer Markus Schurr, Aktuarin Irene Basler und Präsident Peter Baumgartner. (Bild: Kurt Lichtensteiger)

Sie hat wohl mehr als 300 Protokolle geschrieben und die Entwicklung der Aadorfer Genossenschaft für alle (Aagena) hautnah miterlebt. Seit 30 Jahren gehört die Aktuarin Irene Basler dem Vorstand an. Laudator und ehemaliger Aagena-Präsident Ignaz Zehnder würdigte die Jubilarin an der Jahresversammlung vor 256 Mitgliedern «als gute Seele». Sie war jedoch mehr als das, nämlich prägendes Mitglied der Genossenschaft.

Im vergangenen Geschäftsjahr deckten sich die Konsumenten in der Aadorf Apotheke und Drogerie mit Produkten in der Höhe von 3,5 Millionen Franken ein. So ergab sich ein Unternehmenserfolg von 40000 Franken. Dieser war zwar zur Hälfte tiefer als vergangenes Jahr, doch aus gutem Grund: Der Umbau der Apotheke und Drogerie führte zu beträchtlichen Abschreibungen.

Über 600 Mitglieder und neue Statuten

Der Liegenschaftserfolg der Genossenschaft belief sich auf 128000 Franken. Für die Liegenschaft an der Bahnhofstrasse 20, wo bis vor kurzem ein Solarium betrieben wurde, stehen aber Veränderungen bevor. «In einer noch dieses Jahr einzuberufenden ausserordentlichen Generalversammlung werden die Mitglieder entscheiden, ob diese ­Liegenschaft saniert oder verkauft wird», sagt Präsident Peter Baumgartner. Die Aufwände für die von der Aagena betriebene Ludothek waren höher als im Vorjahr, so dass die Rechnung dort mit einem Minus von 8000 Franken abschloss.

In seinem Jahresbericht schlug der Präsident mit Schlagzeilen aus der Weltpolitik bis zu den Herausforderungen der Apotheke und Drogerie einen Bogen. Dass die Aagena im vergangenen Jahr mit 53 Neumitgliedern nun über 600 Mitglieder zählt, darf als Zeichen für die Beliebtheit bei der Bevölkerung gewertet werden. Etwas Diskussionsstoff lieferte eine Statutenänderung: Neu sollen nur noch Einzelmitglieder und Kollektivmitglieder (juristische Personen) aufgenommen werden. Die bisherigen Familienmitglieder bleiben bestehen. Damit soll der administrative Aufwand verringert werden.

Kurt Lichtensteiger

hinterthurgau@thurgauerzeitung.ch