AADORF: Ein Loch wie ein 20-Rappen-Stück

Am Leimackerweg hielt ein Wasserrohrbruch Mitarbeiter der Gemeinde und eines Tiefbauunternehmens auf Trab. Grösserer Schaden entstand indes nicht.

Kurt Lichtensteiger
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Einsatz in der Sommerhitze: Mitarbeiter des EW Aadorf und des Tiefbauunternehmens Schellenbaum beheben den Wasserrohrbruch. (Bild: Kurt Lichtensteiger)

Einsatz in der Sommerhitze: Mitarbeiter des EW Aadorf und des Tiefbauunternehmens Schellenbaum beheben den Wasserrohrbruch. (Bild: Kurt Lichtensteiger)

Kurt Lichtensteiger

hinterthurgau

@thurgauerzeitung.ch

Mehrheitlich geschieht es im Winter – bei tiefem Frost. Doch dass sich ein Wasserrohrbruch durchaus auch während einer Hitzeperiode ereignen kann, mussten die Anwohner des Leimackerweges erfahren.

Sie bemerkten am frühen Mittwochmorgen eine Wasser­lache auf der Leimackerstrasse und herausquellendes Wasser, das eine Garageneinfahrt hinabfloss und dort über einen Schacht in der Tiefe verschwand. Dies veranlasste einen Anwohner zu einem Anruf beim kommunalen Bauamt. Für derlei Ereignisse ist der örtliche Werkhof natürlich gewappnet, auch wenn nicht immer subito Abhilfe geschaffen werden kann, wie etwa in diesem Fall. Die für die Behebung des Rohrbruchs erforderlichen Gerätschaften mussten am Mittwoch erst von anderen Baustellen, wo sie im Einsatz standen, abgezogen werden.

Neben einer Stromleitung

Kurz nach Mittag rückten dann Mitarbeiter des EW Aadorf und des Tiefbauunternehmens Schellenbaum aus, nachdem noch am Vormittag der Schadenplatz abgesichert worden war.

Ein Baggerführer machte sich daran, eine knapp anderthalb Meter tiefe Grube auszuheben, wo sich das Leck vermutlich befinden sollte – aus gutem Grund mit genügender Vorsicht, denn daneben befand sich auch noch eine Stromleitung. Das völlig durchnässte Erdreich wurde ausgebuddelt, und das Leck in der gusseisernen Wasserleitung war bald einmal gefunden und freigelegt. Es handelte sich um ein Loch in der Grösse eines 20-Rappen-Stücks. Genug gross hingegen, dass in den vergangenen Stunden eine Menge Wasser nutzlos versickern konnte. Mit einer Art Manschette wurde das Rohr schliesslich ummantelt und abgedichtet.

Leitungen jährlich überprüft

«Schlimmer sind die kleineren Lecks, die oft monatelang unentdeckt bleiben, aber zu beträchtlichem Wasserverlust führen», sagte Urs Schädler vom EW. Obwohl die gusseisernen Leitungen – in diesem Fall eine, die vor rund 50 Jahren gelegt worden war – jährlich überprüft würden, könnten derartige Ereignisse nicht ganz verhindert werden, ergänzte der Fischinger.

Die Anwohner konnten damit leben, dass sie während zweier Stunden kein Wasser hatten. Nicht zu beneiden waren hingegen die Arbeiter, die bei 30 Grad sichtlich ins Schwitzen gerieten. Immerhin zeigten zwei Anwohner Erbarmen und brachte ihnen kühles Mineralwasser und Glaces.