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AADORF: Die Nachbarin ist ausgeschossen

In Matzingen fehlt es an Industriebauland. Die Schreinerei Wüthrich zieht deshalb in den Hinterthurgau.
Olaf Kühne
Die Belegschaft der Schreinerei Wüthrich posiert anlässlich des Spatenstiches für die Presse. (Bilder: Olaf Kühne)

Die Belegschaft der Schreinerei Wüthrich posiert anlässlich des Spatenstiches für die Presse. (Bilder: Olaf Kühne)

Olaf Kühne

olaf.kuehne

@thurgauerzeitung.ch

Sechs Jahre lang dauerte die Suche, jetzt ist sie zu Ende. Mit einem Spatenstich leitete die Matzinger Schreinerei Wüthrich die Bauarbeiten für ihr neues Firmengebäude in Aadorf ein, im März 2018 will das Unternehmen im Hinterthurgau seine Produktion aufnehmen.

Marcel Wüthrich führt den Betrieb in zweiter Generation und sagt: «Als ich 2010 das Unternehmen von meinen Eltern übernahm, war uns bereits klar, dass wir mehr Platz brauchen.» Arbeitsabläufe könnten nicht mehr effizient gestaltet werden, der Betrieb müsse mit zwei Aussenlagern operieren – und aufgrund der sanierten Bahnübergänge der Frauenfeld-Wil-Bahn sei für grosse Lastwagen die Zufahrt schwierig geworden.

«2011 haben wir dann mit der Suche nach Bauland begonnen», erzählt Wüthrich. Doch das Unterfangen gestaltete sich schwierig. «Wir wären gerne in Matzingen geblieben, aber dort gibt es schlicht nicht mehr genügend Industriebauland.» Vergangenes Jahr wurde man schliesslich in der Nachbargemeinde ­fündig. Eine freie Parzelle im Aadorfer Industriegebiet Steig bot die idealen Voraussetzungen für die Pläne der Familie Wüthrich. «Das Land ist flach und gut erschlossen.»

16 Arbeitsplätze wechseln die Gemeinde

So starten heute Dienstag auf der 4100 Quadratmeter grossen Parzelle die Bauarbeiten für die 2100 Quadratmeter grosse Industriehalle – sehr zur Freude des Aadorfer Gemeindepräsidenten Matthias Küng. «Klar freuen wir uns über den Zuzug der Firma Wüthrich sowie über 16 neue Arbeitsplätze in unserer Gemeinde», sagt er. «Darüber hinaus sind wir aber auch froh, dass das lange Zeit brachliegende Land wieder sinnvoll genutzt wird.»

Des einen Freud, des anderen Leid. «Wir bedauern den Wegzug der Firma Wüthrich sehr, aber wir sind ausgeschossen», bestätigt der Matzinger Gemeindepräsident Walter Hugentobler. Derzeit sei für das letzte verfügbare Areal ein Projekt eingangen, nun seien die Reserven restlos ausgeschöpft. «Wir stehen im Gespräch mit dem Amt für Raumentwicklung, doch das ist ein längerer Prozess.»

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