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AADORF: Die gefüllte Lücke

Mitte März findet die zweite Ausgabe des Hänkiturm Classics statt. Die Veranstalter möchten das Publikum des Klassik-Festivals erweitern. Dafür haben sie ein abwechslungsreiches Programm erstellt.
Roman Scherrer
Höhepunkt im Programm des Hänkiturm Classics: das Swiss Piano Trio mit Martin Lucas Staub, Angela Golubeva und Sasha Neustroev. (Bild: PD)

Höhepunkt im Programm des Hänkiturm Classics: das Swiss Piano Trio mit Martin Lucas Staub, Angela Golubeva und Sasha Neustroev. (Bild: PD)

Roman Scherrer

roman.scherrer@thurgauerzeitung.ch

Wo vor 150 Jahren noch Baumwolltücher zum Trocknen aufgehängt wurden, ertönt bald wieder ein Wochenende lang klassische Musik. Vom 16. bis 18. März findet im Aadorfer Hänkiturm (siehe Kasten) zum zweiten Mal das Hänkiturm Classics statt. «Wir sind sehr zufrieden mit der ersten Auflage im vergangenen Jahr. Wir konnten dabei schwarze Zahlen schreiben», sagt Peter Zweidler. Der ehemalige Aadorfer Schulpräsident ist Vorstandsmitglied im Verein Hänkiturm Classics, dem Veranstalter des Aadorfer Klassik-Festivals.

Laut Zweidler ist der Vorverkauf für dieses Jahr bereits gut angelaufen. «Jetzt hoffen wir, dass es so weiter geht.» Im vergangenen Jahr seien die Besucher aus der nahen Umgebung gekommen – vor allem aus Aadorf und Elgg. Darunter waren viele Leute aus dem Bekanntenkreis der Festival-Organisatoren. «Dieses Jahr möchten wir das Publikum erweitern und damit das Hänkiturm Classics als regionalen Event etablieren», so Peter Zweidler.

Eines der besten Klaviertrios

Gut möglich, dass das Hänkiturm Classics dieses Jahr mehr Besucher anzieht. Das Programm bietet jedenfalls die Basis dazu. «Wir sind stolz, dass das Swiss Piano Trio bei uns spielen wird. Es bringt internationale Klasse nach Aadorf», betont Zweidler. In über 40 Ländern hat das Swiss Piano Trio bereits Konzerte gegeben. Das amerikanische Klassik-Magazin «Fanfare» bezeichnete es kürzlich als eines der besten Klaviertrios dieser Zeit. Dass das Ensemble mit dem Münchwiler Pianisten Martin Lucas Staub über einen bekannten Künstler aus der Region verfügt, habe es laut Zweidler einfacher gemacht, das Swiss Piano Trio nach Aadorf zu holen. Insgesamt bezeichnet er das Programm als «farbig und abwechslungsreich». Die Veranstalter wollen um den Begriff Klassik einen weiten Bogen spannen und dadurch das Programm für ein breites Publikum attraktiv gestalten. Ein Beispiel dafür ist das Ensemble Gufo Reale, welches das Festival eröffnen wird. Das Quartett bringt durch seine Besetzung mit Akkordeon, Klarinette, Gitarre und Bass mediterrane Klänge in den Hänkiturm.

Was aber hebt das Aadorfer Festival von anderen Klassik-Veranstaltungen ab? «Ganz klar die Lokalität mit ihrem historischen Bezug», meint Peter Zweidler. Aber auch das Format eines mehrtägigen Festivals sei aussergewöhnlich. Seinen Ursprung fand das Hänkiturm Classics im Jahr 2015. Der heutige Vorstand organisierte damals ein einzelnes Konzert mit dem Pianisten Hermann Hess und der Violinistin Oriana Kriszten, welches als Pilotprojekt für das Festival diente. «Es stiess auf grossen Anklang», berichtet Zweidler. Die Organisatoren des Konzerts gründeten daraufhin den Verein Hänkiturm Classics – bereits mit dem Ziel, jährlich ein Festival durchzuführen. «Wir fanden, dass dies ein neues Angebot ist und eine Lücke in der Region füllt.» Hinter der Vereinsgründung hätten aber auch finanzielle Überlegungen gesteckt. «Wir sind halt auch vom Sponsoring abhängig – wie praktisch alle Kultur-Veranstalter», sagt Peter Zweidler lachend.

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