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AADORF: Die Denkmalpflege ist das Zünglein an der Waage

Die Versammlung der Katholischen Kirchgemeinde Aadorf-Tänikon war informativ: Ein unerwarteter Ertragsüberschuss in der Jahresrechnung 2017 und die Totalsanierung des Pfarreihauses stachen dabei besonders heraus.
Kurt Lichtensteiger
Das Aadorfer Pfarrhaus ist von der Denkmalpflege als «wertvoll» eingestuft. (Bild: Kurt Lichtensteiger)

Das Aadorfer Pfarrhaus ist von der Denkmalpflege als «wertvoll» eingestuft. (Bild: Kurt Lichtensteiger)

«Wie geht es weiter mit dem Aadorfer Pfarrhaus? Wird das nicht zum Fass ohne Boden? Sollte es nicht verkauft oder gar abgerissen werden?» wollte eine Votantin von Präsident Bruno Gerig wissen, bevor das Traktandum «Liegenschaften» an der Versammlung der Katholischen Kirchgemeinde Aadorf-Tänikon überhaupt zur Sprache kam.

Liegenschaftsverwalter Markus Sax erläuterte die verzwickte Situation: «Es ist unser Bestreben, das Pfarrhaus zeitgerecht und zukunftsträchtig zu nutzen, nämlich mit dem Einbau von zwei Wohnungen und von Büros für die Verwaltung im Erdgeschoss. Um dies zu erreichen, wäre die Erschliessung von aussen wünschenswert, da der Treppenbereich im Innern äusserst komplex ist.»

Drei Architekturbüros haben dazu Ideenskizzen erarbeitet, jedoch die Denkmalpflege nicht zu überzeugen vermocht. Diese pocht auf Volumenschutz, damit das Ortsbild gewahrt bleibt. Die Meinung der Baukommission der Gemeinde Aadorf ihrerseits sieht in der Umbauidee eher ein privates Wohnhaus und einen Verlust des öffentlichen Gebäudecharakters. Denkmalpflegerisch ist die nebenstehende Kirche als «besonders wertvoll» und das Pfarrhaus als «wertvoll» eingestuft.

Diese Einstufung kann nach gängiger Volksmeinung wohl nur für die Nordfassade ihre Gültigkeit haben. Wie immer auch die Kosten-Nutzen-Analyse der Kirchenvorsteherschaft ausfällt, so liegt die Entscheidungshoheit nicht allein in ihren Köpfen. Die Totalsanierung des Pfarreihauses ist denn auch noch lange nicht beschlossene Sache.

Überschuss statt Defizit

Kein grosses Thema war indes das Finanzielle. Bei einem Aufwand von knapp 1,5 Millionen Franken resultierte ein Ertragsüberschuss von 1001 Franken. Budgetiert war ein Defizit von 111500 Franken. Dank höherer Steuereinnahmen kam das gute Ergebnis zustande. Das Budget 2018 sieht einen Aufwandüberschuss von 23100 Franken vor. Dies bei einem unveränderten Steuerfuss von 19 Prozent.

Verschiedene Mitteilungen zum kirchlichen Leben folgten: Diakon David Pfamatter wird am 24. Juni in Tänikon seine Primiz feiern und seinen Ausbildungsweg beenden. Nachfolger wird der Dussnanger Cornel Stadler mit einem 50-Prozent-Pensum. Pfarrer Daniel Bachmann orientierte über die Verlagerung der Firmung vom letzten Schuljahr ins junge Erwachsenenalter und erinnerte daran, dass noch Gastfamilien für die «Musical Tour» von Adonia gesucht werden.

Kurt Lichtensteiger

hinterthurgau@thurgauerzeitung.ch

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