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AADORF: Das Gewerbe sucht Profis

An der Berufswahlmesse präsentieren sich lokale Unternehmen den Sekschülern. Das Lehrstellenangebot ist vielfältig. Doch das Werben um Nachwuchs ist nicht immer einfach.
Sandra Grünenfelder
Aadorfer Sekschüler informieren sich über den Beruf des Forstwartes. An der Tischmesse im Gemeindezentrum stehen 50 verschiedene Berufsfelder zur Auswahl. (Bild: Sandra Grünenfelder)

Aadorfer Sekschüler informieren sich über den Beruf des Forstwartes. An der Tischmesse im Gemeindezentrum stehen 50 verschiedene Berufsfelder zur Auswahl. (Bild: Sandra Grünenfelder)

Sandra Grünenfelder

sandra.gruenenfelder

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thurgauerzeitung.ch

Ob er bereits wisse, was er später beruflich machen wolle? Der Junge zögert. «Nein, noch nicht ganz, aber auf jeden Fall etwas mit Autos», sagt er. Die Weichen für die Zukunft müssen Schweizer Jugendliche schon früh stellen. Die Möglichkeiten sind vielfältig. Die Berufswahlmesse in Aadorf soll etwas Licht ins Dunkel bringen und den Schülern eine Lehrausbildung in lokalen Unternehmen schmackhaft machen.

So trafen sich diese Woche 220 Sekundarschüler aus Aadorf und Umgebung im Gemeindezentrum. 35 Aussteller warteten auf sie, zwei Drittel davon ansässige Unternehmen aus Aadorf. Zusammen präsentierten sie den Jugendlichen rund 50 verschiedene Berufe – vom Automatiker über den Kunststofftechnologen bis hin zum Zahnarzttechniker.

Die Sekschüler konnten die Möglichkeit sogleich nutzen, um Schnuppertage zu vereinbaren oder sich mit den gestandenen Berufsfachleuten über Erwartungen und Anforderungen auszutauschen. Die Berufswahlmesse fand dieses Jahr bereits zum vierten Mal statt. Organisiert wird der Anlass vom Aadorfer Gewerbeverein.

Nachfrage nach Lehrlingen ist gross

Vizepräsidentin Iris Brändli betont, wie wichtig die Messe für das lokale Gewerbe ist. «In den nächsten Jahren sind weiterhin eher tiefe Zahlen bei den Schulabgängern zu verzeichnen», sagt sie. Zusätzlich sei der Bedarf an Berufsnachwuchs sehr gross. Mit der Messe wolle man den Schülern aufzeigen, dass es an ihrem Wohnort zahlreiche Ausbildungsmöglichkeiten gibt. Denn immer wieder würden Jugendliche für einen Ausbildungsplatz in umliegende Städte ausweichen. Doch schrumpfende Schülerzahlen sind nicht die einzigen Herausforderungen, mit denen Unternehmen bei der Suche nach künftigen Lernenden zu kämpfen haben.

«Die Erwartungen an die Berufsausbildung entsprechen oft nicht der Realität», sagt Michael Ziegler. Dazu kämen mangelnde schulische Leistungen und fehlende Disziplin. Der Ausbildungsverantwortliche der Steger AG aus Aadorf hätte dieses Jahr zwölf Lehrstellenplätze zu vergeben. Vier davon konnte er bisher besetzen. «Es wird schwierig, für die restlichen acht noch Kandidaten zu finden», sagt er. «Eine akademische Ausbildung ist heute für viele der erstrebenswertere Weg.» Handwerkliche Berufe seien weniger gefragt. «Nichtsdestotrotz, gewillte Lernende sind für uns eine Investition, die wir gerne tätigen», fügt er hinzu.

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