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AADORF: Betreten auf eigene Gefahr

Kaum ist die Eisdecke des Eisweihers tragfähig, kündigt sich Tauwetter an. Wagemutige lassen sich das Schlittschuhvergnügen dennoch nicht nehmen.
Kurt Lichtensteiger
«Nomen est omen»: Der Aadorfer Eisweiher ist zugefroren, seine Eisschicht ist fünf bis acht Zentimeter dick. (Bild: Olaf Kühne)

«Nomen est omen»: Der Aadorfer Eisweiher ist zugefroren, seine Eisschicht ist fünf bis acht Zentimeter dick. (Bild: Olaf Kühne)

Kurt Lichtensteiger

hinterthurgau

@thurgauerzeitung.ch

Die wenigen Tage mit sibirischer Kälte brachten das Eis auf dem Aadorfer Eisweiher zum Gefrieren, obwohl eine steife Bise die Eisbildung auf dem unruhigen Gewässer etwas verzögert hatte.

Gegen Ende Woche erwies sich dennoch die Eisdecke mit acht Zentimetern auf dem östlichen Teil und mit fünf Zentimetern auf dem westlichen als tragfähig genug. Zudem präsentierte sich das blanke Schwarzeis, bedeckt mit einer lockeren Schicht Pulverschnee, in hervorragendem Zustand.

Deshalb bestand für Eislauffreudige genügend Grund zur Annahme, bald auf den schmalen Kufen vergnügte Runden drehen zu können. Nicht so optimistisch schienen hingegen die verantwortlichen Eismeister zu sein. Die wenig verheissungsvolle Wetterprognose hielt diese offensichtlich von einer offiziellen Freigabe ab.

Trotzdem wagten sich einige Mutige aufs Eis, teils zu Fuss, teils mit Schlittschuhen. Eine Familie aus Sulz/Rickenbach musste hingegen leicht enttäuscht den Heimweg antreten. Bekannte hätten ihnen gesagt, dass man hier bestimmt eislaufen könne – inklusive Gratisabgabe von Schlittschuhen. «Es wäre ein Vergnügen für die Kinder gewesen. Leider ist nichts. Nun müssen wir uns darein schicken. Vielleicht klappt es dieses Jahr doch noch. Und wenn nicht, dann kommen wir bestimmt das nächste Jahr wieder», sagten sie und hielten sich mit dem Anblick auf das Natureis und die herrliche Winterlandschaft schadlos.

Mit Freiwilligen Schnee vom Eis geräumt

Eine Passantin mit ihrem Hund begrüsste hingegen die sich ankündigenden wärmeren Temperaturen. «Ich freue mich auf den Frühling», meinte sie, liess den Vierbeiner aufs Eis und ging ihres Weges.

Derweil waren gestern Nachmittag die beiden «Eismeister» am zugefrorenen Gewässer zu Gange. «Gestern habe ich mit Hilfe einiger Freiwilliger den Schnee von der Eisfläche geräumt. Dies in der Hoffnung, das kalte Wetter möge noch einige Tage anhalten, zumindest bis Sonntag. Denn jeder Eistag, der zum Schlittschuhlaufen einlädt, ist ein Geschenk der Natur», sagte Rolf Kägi, einer der beiden Tätschmeister auf dem Aadorfer Eisweiher, während sein Kumpane Alois Erni mit dem Holzhammer ausholte, um einen umgestürzten Pfosten mit gezielten Schlägen zu versenken.

Gleichzeitig setzte Eisregen ein, bevor dieser bald darauf intensivem Schneefall Platz machte. «Das ist aber nicht ganz in unserem Sinne», meinten die beiden, und nahmen die unliebsame Bescherung mit Galgenhumor.

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