AADORF: Auswärtige haben keinen Platz

Seit rund zweieinhalb Jahren ist die Dreifach-Sporthalle in Betrieb. Was die Belegung durch die Sportvereine betrifft, stösst sie bereits an ihre Kapazitätsgrenze.

Drucken
Teilen

Als ein Generationenprojekt wurde die Aadorfer Dreifach-Sporthalle bezeichnet, als sie sich noch in der Projektphase befand. Mittlerweile ist der 13-Millionen-Bau seit rund zweieinhalb Jahren in Betrieb. Es ist davon auszugehen, dass jeder Aadorfer Sportverein gerne in der modernen Sporthalle trainieren würde.

Diesen Wunsch äusserte kürzlich der Badminton-Club Aadorf in seiner Mitteilung, welche er im Zusammenhang mit seinem Aufstieg in die 3. Liga publizierte. Bisher trainierte der Badmintonclub nämlich in der Turnhalle in Guntershausen. «Die Dreifach-Sporthalle in Aadorf ist derzeit ausgelastet, das kann man schon so sagen», sagt Cornelia Brändli. Sie ist ein ehemaliges Mitglied der Aadorfer Schulbehörde und seit rund fünf Jahren Liegenschaftenverwalterin im Schulsekretariat der Volksschulgemeinde.

Volleyballclub trainiert auch ausserhalb

Laut Brändli sind in der neuen Sporthalle derzeit alle Lektionen vollständig belegt, welche für die Vereine vergeben werden können. So stösst das Generationenprojekt bereits an seine Kapazitätsgrenze. Der wohl bekannteste Aadorfer Sportverein, der Volleyballclub, muss deswegen einmal in der Woche in einer Halle ausserhalb der Gemeinde trainieren. «Grundsätzlich regeln wir das so, dass jedem Verein, der die gesamte Dreifachhalle für ein Training benötigt, diese auch sicher einmal pro Woche zur Verfügung steht», sagt Cornelia Brändli. Die Nachfrage für einen Platz in der Aadorfer Dreifachhalle sei auch bei Vereinen aus den Nachbargemeinden gross. «Aufgrund der hohen Auslastung können wir diese im Moment aber nicht berücksichtigen.»

Dass etwa der Badminton-Club nicht in der neuen Sporthalle trainiere, liege nicht daran, dass man die anderen Turnhallen in der Gemeinde auslasten möchte. «Gar nicht», sagt Brändli, «die anderen Hallen sind ebenfalls schon sehr gut ausgelastet». Der Wunsch des Badmintonclubs sei ausserdem noch nicht direkt an das Schulsekretariat gelangt. Die Belegung der verschiedenen Hallen regelt das Schulsekretariat um Cornelia Brändli jeweils bis zu den Sommerferien neu. «Dazu führen wir immer einen runden Tisch mit allen Sportvereinen durch. Diese können dabei ihre Trainingswünsche äussern», sagt Brändli. So wird sich zeigen, ob demnächst weitere Vereine in den Genuss kommen, in der neuen Halle zu trainieren.

Roman Scherrer

roman.scherrer@thurgauerzeitung.ch