856 000 Franken für TKB-CEO

Letztes Jahr hat der inzwischen abgetretene TKB-CEO Peter Hinder brutto 856 000 Franken verdient. Auch 2015 bezieht er noch eine Vergütung.

Christof Widmer
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Peter Hinder Ehemaliger CEO der Thurgauer Kantonalbank (Bild: Nana do Carmo)

Peter Hinder Ehemaliger CEO der Thurgauer Kantonalbank (Bild: Nana do Carmo)

WEINFELDEN. Der Regierungsrat ist zufrieden mit dem Geschäftsgang der Thurgauer Kantonalbank. Die TKB habe sich im vergangenen Jahr mit einem Bruttogewinn von gut 142 Millionen Franken gut behauptet, schreibt er in seiner Botschaft an den Grossen Rat, der den Geschäftsbericht und die Jahresrechnung der Bank genehmigen muss.

Erfreut zeigt sich der Regierungsrat über die um fast einen Drittel auf 38 Millionen gestiegene Ablieferung der TKB an den Kanton. An die Gemeinden wird der im Gesetz maximal vorgesehene Beitrag von drei Millionen Franken ausgeschüttet. Für die Staatsgarantie vergütet die Kantonalbank dem Kanton als Teil der Gewinnverwendung 5,8 Millionen Franken.

Vergütungen transparent

Die Bank habe die vom Kanton vorgegebene Eigentümerstrategie erfüllt, schreibt die Regierung weiter. Die Vergütungen an die Mitglieder der Geschäftsleitung seien transparent und im Geschäftsbericht ausgewiesen. Dies macht die TKB erstmals detaillierter, weil sie wegen ihres Börsengangs dazu gesetzlich verpflichtet ist. Der inzwischen aus der Bank ausgetretene CEO Peter Hinder verdiente 2014 brutto 856 199 Franken; die übrigen vier Mitglieder der Geschäftsleitung erhielten zusammen eine Vergütung von brutto 2,156 Millionen Franken. Diese Vergütungen dürften sich im Rahmen des Üblichen bewegen. Der CEO der St. Galler Kantonalbank erhielt letztes Jahr 1,163 Millionen Franken.

Peter Hinder wird noch bis 31. Mai eine Vergütung der TKB bekommen, obwohl er die Bank im November verlassen hat. Laut Geschäftsbericht bekommt er 2015 noch brutto 387 749 Franken. Hinder habe eine Kündigungsfrist von sechs Monaten, die am 31. Mai ende, erklärt TKB-Sprecherin Anita Schweizer. Er sei aber gleich bei seiner Kündigung freigestellt worden. «Das ist in solchen Positionen absolut üblich», sagt Schweizer. Tatsächlich ist es für jedes Unternehmen heikel, wenn ein Geschäftsleitungsmitglied nach der Kündigung noch weitere vertrauliche Informationen der Firma erhält.

200 000 Franken an Präsident

Der Geschäftsbericht weist auch die Vergütungen für die Bankratsmitglieder aus. Der Bankratspräsident René Bock erhielt demnach letztes Jahr 200 000 Franken, Vizepräsident Robert Fürer 85 000 Franken. Die sieben weiteren Mitglieder erhielten je nach Aufgabenfeldern zwischen 40 000 und 80 000 Franken.

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