85 Prozent fahren zu schnell durch Lommis

LOMMIS. «Massive Überschreitungen, immer zur gleichen Zeit, sind nicht festzustellen», gibt Josef Schönenberger Entwarnung.

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LOMMIS. «Massive Überschreitungen, immer zur gleichen Zeit, sind nicht festzustellen», gibt Josef Schönenberger Entwarnung. In der aktuellen Ausgabe der Lommiser Gemeindenachrichten berichtet der Gemeinderat von den Auswertungen der Geschwindigkeitsmessungen, welche mittels eines sogenannten «Speedy» in den Monaten März, April und Mai auf der Matzingerstrasse auf der Höhe des Schulhauses dorfeinwärts durchgeführt wurden.

«Bedenklich ist ein Fahrzeug mit 92 Stundenkilometern am Mittwochvormittag, also während der Schulzeit», schreibt Schönenberger weiter. Zudem seien eine massive Überschreitung an einem Samstag frühmorgens sowie eine weitere an einem Schultag aufgezeichnet worden.

Tausend Autos täglich

Das Gros der Autofahrer zeigte sich indes relativ diszipliniert. Zwar seien von den durchschnittlich rund 1000 Autos, welche die Stelle täglich passieren, 85 Prozent mit einer «leichten Überschreitung» gemessen worden. Diese bewegen sich jedoch im Bereich bis 55 Stundenkilometer.

Im vergangenen Oktober liess der Lommiser Gemeinderat an derselben Stelle, jedoch dorfauswärts, Messungen durchführen. Dabei sei grundsätzlich schneller gefahren worden. Die schnellste gemessene Geschwindigkeit – vor dem Schulhaus – betrug damals gar 111 Stundenkilometer. Die überwiegende Mehrheit der Überschreitungen lag jedoch auch im vergangenen Oktober unter 55 Stundenkilometern. Josef Schönenberger ist sich auch bewusst, dass ein «Speedy» am Strassenrand nur vorübergehend das Tempo zu senken vermag. «Meist ist die angemessene Fahrweise wieder aufgehoben, sobald das Messgerät entfernt ist», schreibt er. Dennoch seien die erhobenen Daten eine wichtige Grundlage für allfällige Massnahmen.

Der Lommiser Gemeinderat misst denn auch weiter. Derzeit stehen zwei «Speedies» auf dem Gemeindegebiet – einer in Weingarten an der Dorfstrasse Richtung Stettfurt, der zweite in der 30er-Zone der Storchenackerstrasse in Lommis. «Da sind wir mal gespannt auf diese Auswertungen», beendet Schönenberger seine Ausführungen. (kuo)