75 JAHRE STADLER RAIL: Der lange Weg des Zuges auf die Schiene

Der Tag der offenen Tür von Stadler Rail kam bei den Gästen sehr gut an. Beim Rundgang erfuhren sie, wie ein Zug entsteht, und konnten Einblick in den neuen Hochgeschwindigkeitszug Giruno gewinnen.

Daniela Ebinger
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Pius und Ursula Merz aus Berg mit den Mitarbeitern der Stadler Rail, David Weder und Martin Strähl. (Bild: Daniela Ebinger)

Pius und Ursula Merz aus Berg mit den Mitarbeitern der Stadler Rail, David Weder und Martin Strähl. (Bild: Daniela Ebinger)

Die Warteschlange vor dem neuen Hochgeschwindigkeitszug Giruno war am Tag der offenen Tür zum Teil enorm. Nicht ganz so lange mussten Marlis und Manfred Ross zusammen mit Elfi Töppe und Tochter Maria Töppe anstehen, um einen Einblick zu erhaschen. Sie interessierte hauptsächlich der Unterschied zwischen der ersten und zweiten Klasse und mussten feststellen, dass es nur kleine Nuancen sind. Wenn der Zug in Richtung Gotthard seine Stecke aufnimmt, wollen sie bestimmt auch in den Genuss kommen. So auch Ramona und Aline Santmann aus Weinfelden. «Beim neuen Zug finde ich alles schön», sagt Aline Santmann, und ihre Grossmutter Maria Lott meint: «Ich war neugierig auf den neuen Zug und auch wie er entsteht.» Die Frau aus Adlikon bei Regensdorf findet den gesamten Werdegang der Firma Stadler Rail interessant.

Interessant hören Pius und Ursula Merz den Mitarbeitern David Weder und Martin Strähl im Modellzug zu. Dieser ist hauptsächlich aus Holz gefertigt und ermöglicht so vor der Produktion einfacher Änderungswünsche vorzunehmen. «Über vieles hat man sich gar nie Gedanken gemacht», sagt die Frau aus Berg. Nik Brönnimann schwärmt vom Führerstand. «Ich konnte sogar den Geschwindigkeitshebel betätigen», sagt der Neunjährige aus Sirnach. Vater Stefan Brönnimann und Michael Hohl sind vom grossen Schweissroboter beeindruckt. Die Herren liefern für Stadler Rail Sensoren. Hohls Tochter Anja ist beeindruckt, wohin die Arbeit ihres Vaters führt. Nicht ganz neu sind die Arbeitsschritte, wie ein Zug entsteht, für Andy Vögeli als Zulieferer.

Der Mann aus Sulgen hat beim Rundgang die Abkürzung in Richtung Halle 3 genommen. Dort gibt es in der Festwirtschaft Gratiswürste und -getränke. Er steht mit vier Kumpanen an einem Stehtisch und geniesst sein Bier. Lorenz Müller war beim neuen Zug von den WCs fasziniert. «Es hat sogar Sitzgelegenheit», meint der Mann aus Schmerikon. Von der Technik und dem ganzen Design schwärmt Albert Schmucki. Auch für kleinere Kinder war der Rundgang spannend. «Sie haben alles ausprobiert, wo sie hinein durften», sagt Rahel Ward. Die Mutter aus Frauenfeld steht mit Ehemann Colin sowie Daniel und Tamara Saurer in der Halle 3 vor dem grossen Gumpizug. Dort bringen sie ihre drei Sprösslinge nur mit Mühe herunter. Den Rundgang fanden beide Paare spannend. «Man sitzt im Zug und überlegt nicht, wie so was gebaut wird», sagt Tamara Saurer. «Es ist enorm viel Arbeit dahinter, bis ein Zug auf der Schiene rollt.»