637 Unterschriften mit Gewicht

Gestern fand die Übergabe der Freie-Strasse-Petition statt. Ihre Forderung: Erhalt der Parkplätze trotz Begegnungszone. Das bürgerliche Komitee hofft, dass der Stadtrat die Anzahl an Unterschriften ernst nimmt.

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Die Petitionäre Kurt Sieber, Stefan Geiges, Romeo Küng und Andreas Elliker überreichen Stadtschreiber Ralph Limoncelli (Mitte) die gesammelten Unterschriften und einen Pflasterstein. (Bild: Mathias Frei)

Die Petitionäre Kurt Sieber, Stefan Geiges, Romeo Küng und Andreas Elliker überreichen Stadtschreiber Ralph Limoncelli (Mitte) die gesammelten Unterschriften und einen Pflasterstein. (Bild: Mathias Frei)

Kurz vor Ostern hatte die Unterschriftensammlung für eine von bürgerlicher Seite lancierten Petition zur Parkplatz-Problematik begonnen. Gestern nun fand die Übergabe der Unterschriften an die Stadtkanzlei statt. Und Stadtschreiber Ralph Limoncelli musste als «Briefträger» schwerer tragen als ihm wohl lieb war. Die vier Gemeinderäte und Petitionäre Andreas Elliker, Kurt Sieber, Romeo Küng (alle SVP) und Stefan Geiges (CVP) hatten zum einen die Unterschriftenbögen in einem Ordner mitgebracht, zum anderen einen Ausstellungs-Pflasterstein als thematisches stimmiges Präsent für den Stadtrat. Obwohl ungleicher leichter, haben die 637 Unterschriften von Frauenfelder Einwohnern und Gewerblern (gemäss Ellikers Zählung) trotzdem mehr Gewicht als der Stein. Als Ziel hatten sich die Petitionäre 300 Unterschriften gesetzt. Nun liegt der Ball beim Stadtrat. Gemäss Gemeindeordnung muss er innert sechs Monaten zur Petition Stellung nehmen.

«Bevor der Stadtrat den Verkehr in der Altstadt zum Erliegen bringt, soll er ein brauchbares Parkplatzkonzept erarbeiten», ist die Hauptforderung der Petition. Zudem setzt sich das Komitee im Zusammenhang mit der geplanten Ausweitung der Begegnungszone auf die Freie Strasse dafür ein, dass keine Parkplätze gestrichen werden und dass die heutigen Zufahrtszeiten nicht eingeschränkt werden.

Nicht zuletzt von Gewerblern aus der Altstadt hätten sie viel Zuspruch erfahren, sagte Elliker. Nun sei zu hoffen, dass der Stadtrat den Unterzeichnenden dieselbe Aufmerksamkeit zukommen lasse wie den 113 Befragten, von denen sich 58 Prozent für eine Ausweitung der Begegnungszone ausgesprochen hatten. Geiges freute sich, dass sie – nebst SVP und EDU – auch offizielle Unterstützung der CVP und des Frauenfelder Gewerbevereins erhielten. «Jetzt müsste der Stadtrat eine Denkpause einlegen.»

Mathias Frei

mathias.frei@thurgauerzeitung.ch