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50 Jahre mit Strom unterwegs

Vor 50 Jahren ist die damalige Mittel-Thurgau-Bahn elektrifiziert worden. Bis dahin waren Diesel- und Dampflocks auf der Strecke unterwegs. Der Verein Mittel-Thurgau-Bahn feiert das Jubiläum mit einem Fest am 12. September.
Michael Mente *
Tannengrün lackiert, Thurgauer Wappen auf den Stirnseiten, das Weinfelder Wappen auf der Seite: Der frisch restaurierte Thurgauer Pendelzug hat seine ersten Fahrten absolviert. (Bild: pd/Verein Historische Mittel-Thurgau-Bahn)

Tannengrün lackiert, Thurgauer Wappen auf den Stirnseiten, das Weinfelder Wappen auf der Seite: Der frisch restaurierte Thurgauer Pendelzug hat seine ersten Fahrten absolviert. (Bild: pd/Verein Historische Mittel-Thurgau-Bahn)

WEINFELDEN. Am 25. Mai 1965 wurde der Fahrdraht auf der Strecke der damaligen Mittel-Thurgau-Bahn zum ersten Mal unter Strom gesetzt. Am 24. September wurde der elektrische Betrieb auf der Strecke Wil–Weinfelden–Konstanz mit einem Volksfest aufgenommen. Man müsste sich heute wohl vieles wegdenken, hätten es die Thurgauer damals nicht geschafft, die 1911 eröffnete Strecke als eine der letzten in der Schweiz endlich zu elektrifizieren. Die einstige Nebenbahnstrecke im mittleren Thurgau hat sich kontinuierlich zu einer Hauptschlagader entwickelt.

Langjähriges Ringen

Das ist nicht selbstverständlich. Erst die Elektrifikation vor 50 Jahren schaffte dazu die Voraussetzungen. Der mittlere Thurgau atmete damals sprichwörtlich auf. Der spät erfolgten Elektrifikation ging ein langjähriges Ringen voraus. Mehr als einmal wurde die Frage gestellt, ob man Betrieb und Strecke nicht besser aufgeben sollte, bis 1957 dank neuer Gesetzesgrundlagen zur Finanzierung endlich die Weichen gestellt werden konnten.

Die MThB wickelte den Betrieb bis dahin mit einem in der Schweiz einmaligen Konzept ab: Den leichten Personenverkehr besorgten seit Ende der 1930er-Jahre Dieseltriebwagen. Schwere Züge, Güterverkehr und andere Dienste wurden von Dampflokomotiven befördert. Der elektrische Betrieb war ein Segen für die kleine Nebenbahn im Thurgau. Die folgende Zeit war durch Verkehrsanstieg und Verdichtung des Fahrplans geprägt. Besonders im Güterverkehr zeigte es sich, dass man in die Zukunft investiert hatte. Grosse Tanklager siedelten sich in der Folge entlang der MThB-Strecke an.

Eingangstor Konstanz

Die MThB konnte nun ihr Potenzial verstärkt nutzen, das sie mit dem Eingangstor Konstanz hatte. Die MThB entwickelte sich mit der Elektrifizierung fast sprunghaft zu einem modernen Bahnunternehmen und wurde von den Bewohnerinnen und Bewohnern des Kantons getragen. Die Elektrifizierung und die darauffolgenden Investitionen waren wichtige Voraussetzungen für die Ausbauschritte, die ab den 1990er-Jahren erfolgten und die Grundlage des öffentlichen Verkehrs in der Ostschweiz bildete.

* Michael Mente ist Autor des Buchs «Von der MThB zur Thurbo: 100 Jahre Geschichte und Geschichten über die Bahn im mittleren Thurgau».

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