4480 Menschen bezogen Sozialhilfe

FRAUENFELD. Im Kanton Thurgau haben die Gemeinden 2014 netto 33,8 Mio. Franken für die Sozialhilfe ausgegeben. Das sind 8,7 Prozent mehr als im Vorjahr. Die tatsächlich ausbezahlten Beiträge ohne Rückerstattungen sind in den letzten Jahren allerdings stabil geblieben und nahmen zuletzt leicht ab.

Merken
Drucken
Teilen
Reizthema Sozialhilfe. (Bild: Reto Martin)

Reizthema Sozialhilfe. (Bild: Reto Martin)

Die Gemeinden spürten "die geringer fliessenden Rückerstattungen", teilte das Sozialamt des Kantons Thurgau am Dienstag mit. Dabei gehe es hauptsächlich um Leistungen der Sozialhilfe an Personen, die einen Antrag bei der IV oder ein Gesuch um Ergänzungsleistungen gestellt hätten, erklärte Florentina Wohnlich, Leiterin des Thurgauer Sozialamtes, auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda.

Dieses Geld würde bei einem positiven Bescheid an die Kommunen zurückfliessen. Es wirke sich nun aber aus, dass die Praxis der Sozialversicherungen strenger geworden sei. Die Gemeinden erhalten weniger Leistungen zurück und werden dadurch stärker belastet.

Zentren mit steigenden Ausgaben
Trotz des kantonsweiten Anstiegs der Sozialhilfeausgaben, die nicht zurückerstattet wurden, kam es in 36 der 80 Thurgauer Gemeinden zu einer Entlastung. Zu den Kommunen mit dem höchsten Anstieg gehören Arbon, Kreuzlingen, Amriswil sowie Bürglen. Am meisten gab Kreuzlingen für die Sozialhilfe aus: 5,4 Mio. Franken. Es folgen Arbon mit 4,8 Mio. sowie Frauenfeld mit 4,6 Mio. Franken.

Mehr unterstützte Personen
Obwohl die tatsächlich ausbezahlten Sozialhilfeleistungen nicht weiter zugenommen haben, ist die Zahl der unterstützten Personen angestiegen. 2014 waren im Kanton Thurgau 4480 Personen auf Sozialhilfe angewiesen. Das sind 80 Personen mehr als im Vorjahr. Daraus ergibt sich eine Sozialhilfequote von 1,7 Prozent. Der Wert für die Schweiz liegt bei 3,2 Prozent. (sda)