40 Prozent nahmen teil

Das vom Kanton Thurgau initiierte Programm für Früherkennung von Brustkrebs erweist sich schon nach zwei Jahren als Erfolg.

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FRAUENFELD. 2011 und 2012 wurden im Rahmen des Programms zur Früherkennung von Brustkrebs 12 887 Mammographien durchgeführt. Das ist eine Teilnahmerate von fast 40 Prozent. Das Thurgauer Programm ist im Vergleich zu anderen langjährigen Programmen also äusserst erfolgreich. Die Teilnahmerate lässt den Schluss zu, dass es eine hohe Akzeptanz für das Programm gibt.

Fast alle Frauen erreicht

Das Zentrum des Programms zur Früherkennung von Brustkrebs hatte persönliche Einladungen – insgesamt 33 751 –zur freiwilligen Teilnahme an die im Thurgau lebenden Frauen von 50 bis 70 Jahren versandt. Damit dürften fast alle Frauen der Zielgruppe Zugang zur Vorsorgeuntersuchung haben, unabhängig von der Nationalität und dem Status.

Mit der Einladung erhalten die Frauen eine Broschüre mit Informationen über das Früherkennungsprogramm, über die Vorbereitung und den Ablauf der Mammographie. Die eingeladenen Frauen können sich telefonisch an das Programmzentrum im Kantonsspital Frauenfeld wenden, um sich beraten zu lassen und einen Termin zu vereinbaren.

Krankenkassen bezahlen

Für die Untersuchungen stehen drei Standorte zur Verfügung: Die Kantonsspitäler Frauenfeld und Münsterlingen sowie das Radiologische Institut Weinfelden. Die Krankenkassen zahlen die Mammographie im Rahmen des Programms. Die Franchise entfällt. Die Teilnehmerin bezahlt nur den Selbstbehalt.

Alle Untersuchungsergebnisse wurden von zwei Röntgenfachärzten unabhängig voneinander beurteilt. Wenn sie nach einer Mammographie zum Schluss kommen, dass Brustkrebs vorliegen könnte, werden die Aufnahmen von allen im Programm involvierten Fachärzten begutachtet. Jeder am Programm beteiligte Facharzt beurteilt jährlich mindestens 2000 Untersuchungen.

0,8 Prozent Krebs

Im Verlaufe der ersten Runde wurden 97 Karzinome gefunden. Dies entspricht einer vorläufigen Rate von beinahe 0,8 Prozent. Das entspricht den Erwartungen, basierend auf dem Vergleich mit anderen Programmen. Die endgültigen Zahlen stehen im Lauf dieses Jahres zur Verfügung.

Neun Prozent der Frauen wurden nach der Vorsorgeuntersuchung zu einer weiteren Abklärung aufgeboten, weil nach der Mammographie ein definitiver Ausschluss einer Krebserkrankung nicht möglich war. (pd)

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