40 Jahre im Wasser

Zum Vereinsjubiläum luden die Thurgauer Wildwasserfahrer am Samstag zum Elite- und zum Plausch-Kanupolo-Turnier ein.

Andreas Taverner
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Kanupolo ist ein harter Sport. Auf dem Pfyner Weiher schenkten sich die Elite-Teams im Kampf um den Swiss-Cup nichts. (Bild: Andreas Taverner)

Kanupolo ist ein harter Sport. Auf dem Pfyner Weiher schenkten sich die Elite-Teams im Kampf um den Swiss-Cup nichts. (Bild: Andreas Taverner)

«Heute sind die Regeln bei den regulären Turnieren etwas lockerer», erklärte Andreas Bartelt. Er ist Präsident der Thurgauer Wildwasserfahrerfahrer, die in Pfyn daheim sind. So durften am 40-Jahr-Jubiläum vergangenen Samstag im Pfyner Badeweiher Frankrichli auch Spieler einer fremden Kanupolo-Mannschaft eingesetzt werden. Für Teams in den Kategorien Damen, Herren und Junioren ging es um den Swiss-Cup – seines Zeichens das grösste Turnier in der Schweiz. Weitere acht Gruppen nahmen am Fun-Turnier teil. Sie trugen Namen wie «Holzköpf», «Höllenteufel» oder «Free Willy».

Eine Mannschaft besteht aus jeweils fünf Spielern mit einem fliegenden Goalie. Schliesslich waren die auch Teilnehmer des Plauschturniers im Wasser und machten ihre ersten Erfahrungen mit den Kanus. Was für die Teams der Thurgauer Wildwasserfahrer Routine ist, führte bei den Anfängern zu lustigen Szenen. Ein Mitglied des Vereins drückte es so aus: «Es ist eine Art Grümpelturnier im Wasser.» Die Fun-Mannschaften spielten zum Beispiel auf falsche Goals. Dennoch erspielte sich das Team des Unispitals Zürich gegen die Gruppe «Ricos Roughnecks» einen Sieg. Bei den Profis dagegen wurde sich nichts geschenkt. Als das Startsignal um 10.30 Uhr erfolgte, fuhr je ein Kanu der Basler gegen die Thurgauer Mannschaft frontal aufeinander los. Man schoss sich gegenseitig ab. Abdrängen mit dem Kanu, spritzen oder unter und über das Kanu der Gegner fahren, das ist alles erlaubt. So musste jedes Goal hart erkämpft werden. Schliesslich spielte die ortsansässige Herrengruppe der Thurgauer Wildwasserfahrer gegen Basel ein hervorragendes 8:0 nach zweimal zehn Minuten Spielzeit heraus. Das Turnier endete mit der Sieger­ehrung am frühen Abend.

Andreas Taverner

frauenfeld@thurgauerzeitung.ch