361 Unterschriften gegen Alterslimite bei Fahrausweis

Die Terz-Stiftung hat eine Petition an die eidgenössischen Räte geschickt. Sie will verhindern, dass für alle Fahrer ab 50 bald ein befristeter Führerausweis gilt.

Ida Sandl
Drucken
Teilen

Berlingen. Die National- und Ständeräte bekommen Post aus Berlingen: Die Terz-Stiftung, die Stimme der älteren Generation, wehrt sich gegen den befristeten Führerausweis. Nach dem Willen des Bundesrats soll nämlich bereits für Menschen ab 50 Jahren der Fahrausweis an Bedingungen wie den regelmässigen Sehtest geknüpft werden. Der Nationalrat werde das Thema in nächster Zeit behandeln, sagt Thomas Meyer, Leiter Wissenschaft bei der Terz-Stiftung.

Die Stiftung mit Sitz in Berlingen hat deshalb seit vier Monaten Unterschriften gegen das Vorhaben gesammelt. Gesamt 361 Menschen haben die Petition unterzeichnet, davon wurden 134 Unterschriften online gegeben. Jetzt sind die Listen unterwegs nach Bern.

Die erste Petition

In der Petition fordert die Terz-Stiftung vom Parlament, auf einen befristet gültigen Führerausweis ab 50 Jahren zu verzichten. Alterslimiten seien grundsätzlich schlecht, ausser sie dienten dem Jugendschutz.

«Es gibt Menschen, die fahren mit über 70 besser Auto, als die meisten das mit 30 konnten», sagt Meyer. Das hänge stark von der jeweiligen Persönlichkeit ab. Im Moment sieht die Terz-Stiftung eine Tendenz, ältere Lenker schlechter zu stellen.

Es ist das erste Mal, dass die Terz-Stiftung sich mit einer Petition aktiv ins politische Geschehen mischt. Im Moment sei keine weitere Unterschriftensammlung geplant, sagt Meyer. «Wir schliessen eine weitere derartige Aktion für die Zukunft aber nicht aus.» untersee und rhein 41