3500 Liter Bier und 400 Haxen

STECKBORN. Das erste Thurgauer Oktoberfest findet dieses Jahr bereits zum zehntenmal statt. Anstelle einer protzigen Jubiläumsfeier setzt OK-Präsident Stefan Schlegel auf Altbewährtes. «Auch in diesem Jahr stechen wir kein Fass an.»

Erika Pàl
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Organisator Stefan Schlegel trumpft am 10. Steckborner Oktoberfest anstelle von Blasmusik lieber mit altbewährten Gassenhauer-Bands auf. (Bild: Donato Caspari)

Organisator Stefan Schlegel trumpft am 10. Steckborner Oktoberfest anstelle von Blasmusik lieber mit altbewährten Gassenhauer-Bands auf. (Bild: Donato Caspari)

Auch wenn am Donnerstagabend bei der Eröffnungsfeier des Steckborner Oktoberfestes kein offizielles «O'zapft is» geschrien wird, so kann man sich sicher sein, dass in den nächsten Tagen genügend Bier fliessen wird. «Das mit dem Anstich haben wir schon vor Jahren begraben», sagt Oktoberfest-Organisator Stefan Schlegel. «Das Bier fliesst trotzdem reichlich.» In Zahlen bedeutet das 3500 Liter des beliebten Gerstensafts, je 400 Schweinshaxen und Weisswürste und circa 1000 Brezeln. «Ich beziehe die Lebensmittel aus der Region, das ist mir wichtig.»

Mit Stadtrat Fredy Rickenbach, der für das Technische zuständig ist, organisiert Schlegel das traditionelle Steckborner Oktoberfest, welches vom 4. bis 6. Oktober auf dem Seeschulhausplatz stattfindet, bereits zum zehntenmal.

«Blasmusik zieht einfach nicht»

Die Idee zum ersten Oktoberfest im Thurgau kam Schlegel bei einem Besuch in Winterthur. «Obwohl ich nicht so der volkstümliche Typ bin, ging ich vor zehn Jahren in Winterthur an ein Oktoberfest und es hat mir richtig viel Spass bereitet. Dasselbe wollte ich hier am Untersee auch haben», erklärt der 50-Jährige. Und der Erfolg gibt ihm recht. Aus den roten Zahlen war er schnell fein raus und konnte stetig das Programm erweitern.

«Es hat sich relativ schnell herausgestellt, dass die üblichen Oktoberfest-Bands nicht ankommen. Blasmusik zieht einfach nicht. Es sind die alten Schunkler, die jeden Besucher vom Sitzbank reissen.» Und solche hat der Wirt der Badibeiz in Steckborn auch für dieses Jahr gebucht. «Wir haben keine speziellen Highlights geplant, nur weil es dieses Jahr zum zehntenmal stattfindet. Die Leute sollen Spass haben, sie verlassen sich auf das Altbewährte, was Stimmung bringt und mitreisst.»

Und genau diese Atmosphäre soll am Donnerstag, 4. Oktober, von den Notenhobler eingestimmt werden. Am Freitag, 5. Oktober, sorgen Brandig für die durchbogenen Tische, und am Samstag, 6. Oktober, animiert das Seestern Quintett zum Mitschunkeln. Wer frische Luft schnappen will, kann sich dabei gleich noch an den diversen Chilbi-Ständen vor dem 1000-Personen-Zelt vergnügen.

Jeder ist willkommen

Mit oder ohne Lederhosen und Dirndl, alle sind willkommen. «Wir haben keine Alterslimite. Jung und Alt feierten schon in den vergangenen Jahren friedlich miteinander. Unsere Security hat die Lage stets unter Kontrolle. Bislang hatten wir keine Zwischenfälle.»