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30 Millionen Hagelschaden

Der Hagelsturm vom 26. Mai zerstörte nicht nur grosse Teile der Thurgauer Beerenernte. Auch an Gebäuden hat der Sturm erheblichen Schaden angerichtet.
Nicht nur die Erdbeeren litten unter dem Hagelsturm von Ende Mai. (Bild: Reto Martin)

Nicht nur die Erdbeeren litten unter dem Hagelsturm von Ende Mai. (Bild: Reto Martin)

Frauenfeld/St. Gallen. Der Hagelsturm, der am 26. Mai über die Schweiz gezogen ist, hat im Kanton Thurgau nicht nur in der Landwirtschaft, sondern auch an Gebäuden immense Schäden angerichtet: Die Gebäudeversicherung muss über 7500 Schäden im Umfang von 30 Millionen Franken bearbeiten.

Meldungen gehen noch ein

Noch einen Monat nach dem schweren Sturm gehen bei der Gebäudeversicherung Thurgau (GVTG) Schadenmeldungen ein, wie Direktor Walter Baumgartner am Montag auf Anfrage der Schweizerischen Depeschen Agentur sagte.

Um die Schäden zügig bearbeiten zu können, wurden zusätzlich zu den gut 30 ordentlichen Schätzern drei pensionierte Experten reaktiviert.

Hilfe aus Appenzell

Zudem hilft die Ausserrhoder Assekuranz den Thurgauern in den nächsten zwei bis drei Wochen mit zwei Schätzern aus. «Bis wir alle Schäden geschätzt haben, werden wir noch mehrere Wochen brauchen», sagt Baumgartner. Er rechnet mit einer Schadensumme von rund 30 Millionen Franken durch den Sturm.

Mit Ausnahme der Bezirke Diessenhofen und Steckborn am Untersee wurde das ganze Kantonsgebiet vom Hagel getroffen, am stärksten die Gemeinden Aadorf, Wängi, Matzingen, Stettfurt, Bischofszell, Hauptwil, Lommis und Kreuzlingen. «Lokal fielen Hagelkörner so gross wie Tennisbälle vom Himmel», erinnert sich der GVTG-Chef.

Einzelschäden bis 800 000

Beschädigt wurden vor allem Dächer und Fassaden. Etliche Hallendächer aus Eternit wurden quasi durchlöchert. Einzelschäden belaufen sich laut Walter Baumgartner auf bis zu 800 000 Franken.

Die Hagelschäden zu decken ist für die GVTG kein Problem; sie hat 214 Millionen Franken Eigenkapital.

Der Nachbarkanton St. Gallen kam beim Hagelsturm vom 26. Mai im Vergleich mit dem Thurgau glimpflich davon. Laut Renato Resegatti, Direktor der kantonalen Gebäudeversicherungsanstalt, gingen rund 1000 Schadenmeldungen ein. Vier Tage zuvor hatte es im Kanton St. Gallen ebenfalls gehagelt; es waren rund 200 Schäden entstanden.

An beiden Tagen entstand laut Resegatti ein Gesamtschaden von schätzungsweise gegen 3 Millionen Franken. Am häufigsten wurden Lamellenstoren vom Hagel in Mitleidenschaft gezogen. (sda)

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