28 Millionen für Hochwasserschutz im Thurgau

Der Hochwasserschutz an der Thur zwischen Weinfelden und Bürglen soll für knapp 28 Millionen Franken verbessert werden. Das Projekt liegt derzeit in den betroffenen Gemeinden öffentlich auf. Die Arbeiten sollen im kommenden Sommer beginnen und bis 2020 dauern.

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Entwicklung einer Aufweitung hier in Niederneunforn (Bild: pd)

Entwicklung einer Aufweitung hier in Niederneunforn (Bild: pd)

Mit dem Voranschlag 2015 beantragt die Thurgauer Regierung dem Grossen Rat einen Objektkredit von knapp 28 Millionen Franken als gebundene Ausgabe, wie die Staatskanzlei am Montag mitteilte. Bund, Gemeinden und Dritte tragen die Hälfte der Kosten, also 14 Millionen Franken.Vom besseren Hochwasserschutz soll vor allem Weinfelden profitieren. Untersuchungen hätten gezeigt, dass heute bei einem Hochwasser lokale Schäden von bis zu 360 Millionen Franken entstehen könnten. Wohn− und Industriegebiete an der Thur in Weinfelden würden bei einem Dammbruch unter Wasser gesetzt, schreibt der Kanton.

Flussraum vergrössern
Das Projekt sieht als Schwerpunkt eine Ausweitung des Flussraums vor. Dadurch erhält die Thur mehr Raum. Dadurch reduzieren sich die Fliessgeschwindigkeit des Flusses und der Druck auf den bestehenden Damm. Der Damm soll lokal saniert werden. Das Projekt bringe mehr Hochwassersicherheit für Weinfelden und eine ökologische Aufwertung des Flusslaufs, sagte Regierungsrätin Carmen Haag laut Communiqué. Das Projekt sei ein guter Kompromiss zwischen Pflicht zum Hochwasserschutz und Berücksichtigung von Einzelinteressen.(sda)

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